2,6 Mio. Euro für AyoxxA Biosystems in Serie A Finanzierungsrunde

By on September 20, 2012

AyoxxA Biosystems, ein internationales Biotechnologie-Unternehmen, hat den Abschluss einer Finanzierungsrunde in Höhe von 2,6 Millionen Euro mitgeteilt. Die Finanzierungsrunde wurde von Wellington Partners Venture Capital als Leadinvestor angeführt; weitere Investoren sind die NRW.BANK, der HTGF High-Tech-Gründerfonds sowie die Privatinvestoren Rainer Christine und Dr. Gregor Siebenkotten, beide ehemalige Vorstandsmitglieder und Mitgründer von amaxa biosystems.

AyoxxA ist dabei, seine proprietäre Plattformtechnologie zu kommerzialisieren, und die eingeworbenen Finanzmittel werden eingesetzt, um die Weiterentwicklung dieser Technologie voranzutreiben und die Herstellung der neuartigen “bead-based“ Biochips vom Labormaßstab auf Produktionsmaßstab zu überführen (bead-based bedeutet, dass die Fängermoleküle an kleine „Kügelchen“ – beads – gebunden werden).
AyoxxAs Technologie zielt darauf, den Durchsatz und die Genauigkeit von Proteinanalysen auf ein Level anzuheben, das man bisher nur von DNA-Testformaten kennt. Die Plattform basiert auf sogenannten „In-situ Encoded Bead-based Arrays“ (IEBA), die eine simultane Messung zahlreicher Proteine aus sehr kleinen Probenvolumina ermöglichen.
Im Unterschied zu bisher erhältlichen bead-basierten Microarrays benötigen AyoxxAs IEBA keine physikalische Markierung, um multiplexe Analysen durchführen zu können. Dadurch wird die Komplexität der Analyseverfahren enorm reduziert und zugleich kann die Anzahl von Proteinen für eine simultane Analyse erhöht werden. Die Arrays sind so designed, dass sie in gängigen Systemen für Hochdurchsatz-Screenings verwendet werden können, und zwar mit einem Potenzial von zehntausenden ELISA-Tests in einem einzelnen Well eines Biochips.
Dr. Andreas Schmidt, Geschäftsführer von AyoxxA, sagte: „Durch diese Finanzierungsrunde verfügen wir über Mittel, um die Herstellung unserer einzigartigen bead-basierten Biochips schneller in den Produktionsmaßstab zu überführen. Und durch den Ausbau unseres Standortes in Köln bereiten wir uns darauf vor, unsere Technologie auf den Markt zu bringen. Wir glauben, dass unsere Technologie die Proteinanalyse revolutionieren kann, und mit unserer wachsenden Präsenz in Europa in Verbindung mit unserem fortbestehenden Zugang zu erstklassiger Wissenschaft in Singapur sind wir bestens aufgestellt, diese Vorhaben umzusetzen.”
Dr. Regina Hodits, General Partner von Wellington Partners Venture Capital, kommentierte: “AyoxxAs Technologie besitzt das Potenzial, zu einem neuen Standard für die genaue, schnelle und kostengünstige Analyse von vielfältigen Protein-Protein-Interaktionen bei Einsatz von begrenztem Probenmaterial zu werden. Damit kann das Unternehmen zu Beginn einen Forschungsmarkt adressieren, der sich in einer Größenordnung von mehreren hundert Millionen Dollar bewegt und langfristig gesehen in den Markt für pharmazeutische Screenings und schließlich für Diagnostika einsteigen. Mit Andreas Schmidt und dem Mitgründer und für Wissenschaft zuständigen Geschäftsführer Dieter Trau haben wir ein Team von Entrepreneuren, das die AyoxxA Technologie bereits von der Idee zur ersten erfolgreichen Anwendung (proof of concept) gebracht hat. Wir freuen uns, mit diesem Unternehmen zusammenzuarbeiten, das Vorteile für Kunden und Investoren gleichermaßen bietet.”
Rainer Christine, Vorsitzender des Beirats von AyoxxA, sagte: „Es ist spannend, gerade zum jetzigen, entscheidenden Zeitpunkt der Unternehmensentwicklung in AyoxxA zu investieren. Ich habe die Unternehmensentwicklung seit der Gründung durch Andreas Schmidt und Dieter Trau, der die Technologie als Professor für Bioengineering an der National University of Singapore erfunden hat, genau verfolgt. Ich bin beeindruckt von dem Fortschritt der Technologieentwicklung und von dem erheblichen Marktpotenzial dieser Technologie. Ich hoffe, meine Erfahrungen, die ich beim erfolgreichen Aufbau von amaxa gewonnen habe, nun in den Beirat und in das wachsende Unternehmen einzubringen zu können.“
Dr. Matthias Dill, HTGF Investment Manager, fügte hinzu: „Wir freuen uns, dass wir dazu beitragen konnten, ein Konsortium aus erfahrenen Investoren zusammenzustellen, um AyoxxA bestmöglich zu unterstützen. Das Unternehmen wird nun von seiner Anbindung an zwei Hightech-Länder profitieren. Die Entscheidung von AyoxxA, den Hauptsitz nach Köln zu verlegen, hebt die bestehende Attraktivität von Deutschland als Standort für Unternehmensgründungen und für Firmen mit wachsenden internationalen Geschäftsaktivitäten hervor.“
Nach der Finanzierungsrunde wird der Beirat von AyoxxA folgende Mitglieder haben: Rainer Christine (Vorsitzender), Regina Hodits, Matthias Dill und Aristotelis Nastos (NRW.BANK) sowie die Beiratsbeisitzer Lukas Günther (Wellington Partners) und Florian Stinauer (NRW.BANK).

Über AyoxxA
AyoxxA, ein internationales Biotechnologie-Unternehmen mit Sitz in Köln und Singapur, hat eine proprietäre Plattformtechnologie für multiplexe Proteinanalysen entwickelt. Kernstück dieser innovativen Technologie sind sogenannte “In-situ Encoded Bead-based Arrays” (IEBA), die eine simultane, genaue und kostengünstige Proteinanalyse in sehr kleinen Probenvolumina ermöglichen.
Diese neuartigen Biochips ermöglichen dem Anwender, Highthroughput Screening und multiplexe Testformate zu kombinieren und haben deshalb das Potenzial, Applikationen in der biomedizinischen Forschung, in pharmakologischen Screenings und in der Diagnostik zu revolutionieren. AyoxxA wurde 2010 als Spin-off der National University of Singapore (NUS) gegründet. Der dortige Aufbau des Unternehmens wurde in der Startphase unterstützt durch die National Research Foundation (NRF), das SMART Innovation Centre (Singapore MIT Alliance for Research and Technology) und durch das SPRING’s Technology Enterprise Commercialisation Scheme (TECS). AyoxxA hat im Frühjahr 2012 den Hauptsitz des Unternehmens nach Köln verlegt und wird zugleich weiterhin operative Geschäftsaktivitäten in Singapur betreiben.

Über den High-Tech Gründerfonds
Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologie-Unternehmen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Mit Hilfe der Seedfinanzierung sollen die Start-Ups die technologiebasierte Innovation bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines „Proof of Concept“ oder zur Markteinführung führen. Der Fonds beteiligt sich initial mit 500.000 Euro; insgesamt stehen bis zu zwei Millionen Euro pro Unternehmen zur Verfügung. Investoren der Public-Private-Partnership sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die KfW Bankengruppe sowie die 14 Industriekonzerne ALTANA, BASF, B. Braun, Robert Bosch, CEWE Color, Daimler, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Evonik, Qiagen, RWE Innogy, SAP, Tengelmann und Carl Zeiss. Der High-Tech Gründerfonds verfügt insgesamt über ein Fondsvolumen von rund 565,5 Mio. EUR (272 Mio. EUR Fonds I und 293,5 Mio. EUR Fonds II).
www.high-tech-gruenderfonds.de


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