Baker & McKenzie-Studie: Grenzüberschreitende M&A-Aktivität nimmt Dank Impulsen aus Wachstumsmärkten Fahrt auf

By on Mai 16, 2013

Eine weltweite Baker & McKenzie Studie untersucht M&A-Strategien von Unternehmen in Industrie- und Schwellenländern

Das Klima für grenzübergreifende M&A-Aktivitäten heizt sich auf. Weltweit tätige Unternehmen sind auf der Suche nach neuen Wachstumsmärkten über die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) hinaus. Einer von Baker & McKenzie veröffentlichten Studie zufolge erwartet fast die Hälfte aller befragten Führungskräfte, dass die grenzüberschreitenden Fusions- und Übernahmeaktivitäten ihrer Unternehmen in den nächsten zwei Jahren zunehmen werden. Unternehmen aus Wachstumsländern berichten darüber hinaus, dass sie eine größere Zahl von Ländern anvisieren werden, um ihre Wachstumsstrategien voranzutreiben.

Im Vergleich zu anderen Schwellenländern liegt China bei den grenzüberschreitenden M&A Aktivitäten weit vorne – insbesondere mit Blick auf den deutschen Markt. Chinesische Unternehmen haben rund US $ 52 Milliarden in grenzüberschreitende Transaktionen fließen lassen.

Im Rahmen der Studie, die von der Economist Intelligence Unit (EIU) im Auftrag von Baker & McKenzie durchgeführt wurde, wurden mehr als 350 Führungskräfte aus Wachstums- und reifen Märkten nach den wichtigsten Erfolgs- und Risikofaktoren grenzüberschreitender M&A-Transaktionen befragt. Die Studie „Opportunities Across High-Growth Markets: Trends in Cross-Border M&A” kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: http://www.bakermckenzie.com/highgrowthmarkets/

„Die Landschaft für Outbound M&A-Aktivitäten ist im Wandel begriffen und wir sehen eine größere Zahl von Transaktionen unter der Beteiligung von Wachstumsmärkten“, Dr. Sönke Becker, Mitglied des EMEA M&A Steering Committee und Co-Head der deutschen Praxisgruppe Corporate/M&A bei Baker & McKenzie. „Unternehmen aus entwickelten Märkten stehen auf der Käuferseite nicht mehr alleine da. Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern konkurrieren mittlerweile bei der Suche nach Akquisitionsopportunitäten in neuen Märkten wie Indonesien, der Türkei und Vietnam und weiteren Pioniermärkten. Die Resultate unserer Befragung decken sich mit den Aktivitäten und Interessen unserer Mandanten, besonders im Hinblick auf die Notwendigkeit, bisherige Strategien zu überdenken, um den Ertrag aus Investitionen in fremden Märkten zu maximieren.“

Laut der Studie ziehen Unternehmen aus Schwellenländern Investitionsmöglichkeiten in einer breiteren Auswahl von Märkten in Erwägung als ihre Kollegen aus entwickelten Regionen (103 gegenüber 82).
Unternehmen aus Schwellenländern betonten eher die positiven Aspekte grenzübergreifender M&A-Transaktionen als Investoren aus entwickelten Märkten. 47% der Befragten aus Schwellenländern bezeichneten grenzüberschreitenden M&A-Aktivitäten als sehr hilfreich für die Stärkung ihrer Marktposition bzw. Rentabilität, verglichen mit nur 31% in den entwickelten Märkten.

„Käufer aus Entwicklungsmärkten nehmen oft größere Risiken bei der Expansion in andere Schwellenländer in Kauf, da die Herausforderungen in solchen Märkten denen ihrer Heimatmärkte ähneln“, sagte Dr. Thomas Gilles, Leiter des China Desk bei Baker & McKenzie. „Bei chinesischen Investoren fällt z.B. auf, dass viele ihre Strategien bei grenzüberschreitenden M&A Transaktionen weiterentwickelt haben. So ist ihnen inzwischen bei der Wahl der Zielunternehmen wichtig, dass das Know-how und die Produkte der Unternehmen im Heimatmarkt skalierbar sind. Mit Blick auf chinesischen Investitionen nach Deutschland können wir dies eindeutig bestätigen.“

Trotz der Unterschiede in den M&A-Strategien von Unternehmen in Industrie-und Schwellenländern stimmten alle Befragten unter anderem bei folgenden Erfolgs- und Risikofaktoren bei der Expansion in neue Märkte überein:

•    Corporate-Compliance ist künftig das Hauptanliegen der Transaktionspartner. 46% der Befragten nannten Compliance-Themen als oberste rechtliche bzw. regulatorische Herausforderung bei der Durchführung von erfolgreichen grenzüberschreitenden M&A-Transaktionen in den nächsten zwei Jahren.

•    Die Sorge um kulturelle Barrieren nimmt in dem Maße ab, in dem grenzüberschreitende M&A-Aktivitäten zunehmen. In den vergangenen fünf Jahren stellten kulturelle Barrieren die Nummer eins unter den nicht-rechtlichen Bedenken von Unternehmen beim Eintritt in neue Märkte dar. Mit zunehmender Globalisierung nehmen diese Bedenken ab. Die Befragten sehen die wirtschaftliche Stabilität (33%) und den Rückgang der Gewinne (32%) als Hauptsorgen bei der Durchführung von grenzüberschreitenden M&As innerhalb der nächsten zwei Jahre.

•    Eine erfolgreiche Akquisition erfordert eine umfassende Integrationsplanung. Fast 50% der Befragten verweisen auf Integrationsplanung vor der Durchführung der Transaktion als bedeutendsten Faktor zur Risikominderung.

Andere interessante Erkenntnisse aus der Studie „Opportunities Across High-Growth Markets: Trends in Cross-Border M&A”:

•    Strategische Käufer liegen in wachstumsstarken Märkten klar im Vorteil. Die befragten Führungskräfte äußerten eine starke Präferenz für strategische Käufer.

•    Grenzüberschreitende Transaktionen sind zunehmend schuldenfinanziert. Schulden werden in den nächsten zwei Jahren die wichtigste Finanzierungsform grenzüberschreitender M&A-Transaktionen werden. 63% der Unternehmen nutzen Kredite, 51% nutzen vorhandene liquide Mittel und 38% nutzen Eigenkapital für die Finanzierung der Transaktionen.

•    Kundenbindung und Margensteigerung sind der Schlüssel zur Integration. Die Befragten gaben an, dass Kundenbindung der wichtigste Faktor zum Erfolg der Integration nach grenzübergreifenden Transaktionen ist.

Über die Studie
Die Economist Intelligence Unit befragte 357 Top-Führungskräfte aus der ganzen Welt mit substantiellem Einfluss auf die M&A-Strategie ihrer Unternehmen. 49% der Befragten sind C-Level-Führungskräfte. 52% der Befragten stammen aus BRICS-Staaten und 27% aus anderen Schwellenländern wie der Türkei, Vietnam und Indonesien. Die restlichen 21% sind in den entwickelten Märkten ansässig. Unternehmen mit 1 Mrd. US $ oder mehr Jahresumsatz machten 62% der Probanden aus, wobei die Hälfte davon in die Kategorie von 5 Mrd. US $ Jahresumsatz oder mehr fallen. Die Umfrage deckt nahezu alle Branchen, einschließlich der Energie und Rohstoffbranche (19%), der Finanzdienstleistungsbranche (19%), des verarbeitenden Gewerbes (14%) und der Konsumgüterindustrie (10%) ab. Den komplette Bericht über die Umfrage und weitere Analysen, einschließlich der spezifischen Länderberichte, finden Sie unter: http://www.bakermckenzie.com/highgrowthmarkets/

Über Baker & McKenzies globale M&A-Praxis
Baker & McKenzie‘s globale M&A-Praxis ist mit über 1.200 Anwälten die größte M&A-Praxis der Welt, und bietet Mandanten verlässliche Kenntnisse des lokalen Rechts und der Transaktions- -Prozesse. Laut Thomson Reuters war Baker & McKenzie 2012 das sechste Jahr in Folge die meistgenutzte Kanzlei für M&A-Transaktionen in Schwellenländern (bezogen auf das Transaktionsvolumen).

Für weitere Informationen über unsere M&A-Kompetenz, besuchen Sie bitte: http://www.bakermckenzie.com/MergersAcquisitions.

Über Baker & McKenzie:
Lange bevor der Begriff „Global Player“ modern wurde, hatte Baker & McKenzie die Vision einer globalen Wirtschaftskanzlei bereits verwirklicht. 1949 von Russell Baker und John McKenzie in Chicago gegründet, zählt Baker & McKenzie heute mit mehr als 4.000 Anwälten an 73 Standorten und einem weltweiten Umsatz von über 2,3 Milliarden US-Dollar im vergangenen Geschäftsjahr zu den größten und leistungsstärksten Anwaltskanzleien der Welt.
Auch die deutschen Büros fühlen sich der Vision der Gründer verpflichtet. In Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main und München vertreten rund 200 Anwälte mit ausgewiesener fachlicher Expertise und internationaler Erfahrung die Interessen ihrer Mandanten. Als eine der führenden deutschen Anwaltskanzleien berät Baker & McKenzie nationale und internationale Unternehmen und Institutionen auf allen Gebieten des Wirtschaftsrechts.


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