Buy&Build-Monitor: Europäische Buy&Build-Aktivitäten bleiben im 2. Quartal 2012 verhalten

By on August 9, 2012
  • Anzahl der Folgeakquisitionen von Unternehmen im Besitz europäischer Private-Equity-Investoren auf niedrigstem Stand seit Mitte 2009
  • Durchschnittlicher Wert der veröffentlichten Transaktionen steigt um 72% auf 55 Millionen Euro gegenüber 32 Millionen im 1. Quartal 2012
  • Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Skandinavien stellen zusammen zwei Drittel der Buy&Build-Aktivitäten Europas im 2. Quartal

Silverfleet Capital hat heute die Ergebnisse seines Buy&Build-Monitors für das 2. Quartal 2012 gemeinsam mit Mergermarket veröffentlicht. Diese deuten darauf hin, dass die Folgeakquisitionen durch Unternehmen in Europa auf dem verhaltenen Stand des 1. Quartals 2012 geblieben sind und sogar noch unter dem Niveau des schwachen 2. Halbjahrs 2011 liegen.
Der Umfang der europäischen Buy&Build-Aktivitäten im 2. Quartal 2012 bleibt allgemein auf dem geringen Niveau des 1. Quartals 2012. Mit jeweils 63 abgeschlossenen Zukäufen in beiden Quartalen ist das der niedrigste Quartalsstand seit dem absoluten Tiefpunkt Mitte 2009. Allerdings stieg der durchschnittliche Wert der veröffentlichten Transaktionen auf 55 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 72% ausgehend von dem sehr bescheidenen durchschnittlichen Wert von 32 Millionen Euro im ersten Quartal 2012, liegt aber dennoch signifikant niedriger als z.B. der Durchschnittswert von 86 Millionen Euro im 3. Quartal 2011.
Neil MacDougall, Managing Partner von Silverfleet Capital, sagte zu den Ergebnissen: „Das niedrigere Niveau der Buy&Build-Aktivitäten, das wir seit dem Ausbruch der Staatsschuldenkrise der Eurozone Mitte 2011 beobachten konnten, setzte sich im 2. Quartal 2012 mit generell verhaltenen Aktivitäten fort. Sie liegen nur knapp über dem Niveau, das wir schon einmal Mitte 2009 festgestellt hatten.
Seit den längerfristigen Refinanzierungsangeboten (longer-term refinancing operations – LTROs) der Europäischen Zentralbank bemerken wir allerdings wieder steigendes Interesse an fremdfinanzierten Unternehmenskäufen (LBOs) von Seiten einer größeren Anzahl von Kapitalgebern, vor allem in Deutschland und Frankreich. Es ist also kein Zufall, dass im 2. Quartal 2012 ein bemerkenswerter Wiederanstieg der Buy&Build-Aktivitäten in Frankreich – vor allem durch französische Käufer – stattgefunden hat; 10 der 13 Folgeakquisitionen wurden von lokalen Erwerbern getätigt.
Insgesamt lässt sich aber sagen, dass schwächere Nachfrage und mangelndes Vertrauen sowohl  in die heimischen als auch die ausländischen Märkte die Hauptgründe für die anhaltend lustlosen Buy&Build-Aktivitäten in Europa sind.“
Eine aktualisierte Grafik  zeigt die Quartalsergebnisse der Buy&Build-Aktivitäten in Europa im Vergleich zu den indexierten M&A-Aktivitäten im Mittelstandsmarkt sowie den allgemeinen europäischen Buyout-Aktivitäten durch Private Equity auf der Basis von Daten, die Private Equity Insight bereitgestellt hat.
Die reduzierten Buy&Build-Aktivitäten des 1. Quartals haben sich im 2. Quartal 2012 fortgesetzt. Die Anzahl  der Folgeakquisitionen blieb mit 63 Zukäufen auf dem Niveau des 1. Quartals 2012, jedoch unter den niedrigen Werten des 3. und 4. Quartals 2011 mit 84 bzw. 86 Zukäufen und auf dem tiefsten Stand seit dem 3. Quartal 2009, als lediglich 51 Folgeakquisitionen getätigt wurden. Währenddessen erholte sich der durchschnittliche Wert der veröffentlichten Transaktionen im 2. Quartal 2012 und stieg auf 55 Millionen Euro (von 32 Millionen Euro im 1. Quartal). Dieser Durchschnittswert ergibt sich jedoch aus einer kleinen Anzahl von Transaktionen und liegt immer noch am unteren Ende der historischen Bandbreite.
In der Vergangenheit ist die Zahl der Folgeakquisitionen im Wesentlichen dem Trend bei den indexierten M&A-Aktivitäten im Mittelstandsmarkt sowie der Zahl der Private-Equity-Buyouts in Europa gefolgt. Wir haben festgestellt, dass oft erst lange nach Abschluss des Quartals zusätzliche Daten von Buyouts und Buy&Build-Transaktionen bekannt werden. Das 1. Quartal 2012 war keine Ausnahme; die Zahlen beider Bereiche wurden nach unserem letzten Report nach oben korrigiert.

Über den „European Buy&Build-Monitor“
Seit dem Jahr 2003 analysiert Silverfleet Capital zusammen mit Mergermarket die Trends der Buy&Build-Aktivitäten im europäischen Private-Equity-Markt. Im Jahr 2010 hat Silverfleet Capital erstmals begonnen, eine vierteljährliche Aktualisierung des „Buy&Build-Monitor“ zusätzlich zu der jährlich veröffentlichten Untersuchung herauszugeben.
Zur Methodologie der Untersuchung: Die von Mergermarket aufbereiteten Daten umfassen ausschließlich Folgeakquisitionen von Unternehmen, deren Eigenkapital zu mehr als 30% von einem Private-Equity-Fonds gehalten wird. Die Plattform muss von einem europäischen Unternehmen gebildet werden. Zusätzlich muss der Wert der Zukäufe 5 Millionen Euro übersteigen oder aber das Zielunternehmen muss mindestens einen Umsatz von 10 Millionen Euro aufweisen, um in die Berechnungen mit aufgenommen zu werden.

Über Silverfleet Capital
Silverfleet Capital ist eine im europäischen Mittelstandsmarkt seit mehr als 25 Jahren aktive Private-Equity-Gesellschaft, die gemeinsam mit dem Management ihrer Portfolio-Unternehmen an der Realisierung von Buy&Build-Strategien arbeitet. Wir begleiten Unternehmen bei der Schaffung von Werten durch beschleunigtes Wachstum mit Investitionen beispielsweise in neue Produkte, Produktionskapazitäten oder Personal, erfolgreiche „Roll-out“-Konzepte wie im Einzelhandel oder durch Folgeakquisitionen („Buy&Build“). Seit dem Jahr 2000 haben die Portfolio-Unternehmen von Silverfleet Capital etwa 110 Folgeakquisitionen getätigt.
Silverfleet Capital kann eine Anzahl durchweg erfolgreicher Investments aufweisen. Zu den namhaften Veräußerungen zählen TMF, ein weltweit aktiver, unabhängiger Management-Dienstleister (Investment-Multiple 6,1), Phadia, der Weltmarktführer in der Allergiediagnostik (Investment-Multiple 4,8), Histoire d’Or, ein führender Schmuck-Einzelhändler in Europa (Investment-Multiple 3,0), Sterigenics International Inc. sowie European Dental Partners (Müller & Weygand).
Zu den jüngsten Investments von Silverfleet Capital gehören der im Oktober 2011 erworbene britische Pharmazie-Auftragshersteller Aesica Pharmaceuticals, das im Dezember 2010 erworbene Schuhmode-Unternehmen Office in Großbritannien und die Schneider Gruppe, der im Oktober 2010 in Deutschland erworbene, führende Katalog- und Online-Versandhandel für Mode, Lifestyle und Werbe- sowie Geschenkartikel. Schneider, Office und Aesica sind das zweite, dritte sowie vierte Investment aus dem aktuellen Fonds nach dem Erwerb von Kalle, einem weltweit führenden Hersteller synthetischer Wursthüllen, für 212,5 Millionen Euro im September 2009. Der aktuelle Fonds ist nun zu rund 40% investiert.
Silverfleet Capital betreut rund eine Milliarde Euro an investiertem und bereitgestelltem Investitionskapital und hat Büros in London, Paris, München und Chicago. Dieses Netzwerk von Niederlassungen ermöglicht Silverfleet Capital das Management komplexer Investitionen auch in unterschiedlichen Rechtssystemen sowie die Unterstützung von Portfoliounternehmen bei nationalen und internationalen Buy&Build-Strategien.


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