Deloitte Digital präsentiert sechs Prinzipien für den Erfolg eines Corporate Accelerators

By on Oktober 28, 2015

Wachstumsstrategie: Wie sich aus kreativen Ideen etablierte Marktteilnehmer entwickeln lassen, zeigt Deloitte Digital in der Studie „Design-Prinzipien für den Aufbau eines erfolgreichen Corporate Accelerators“. Die Ergebnisse beruhen unter anderem auf den Erfahrungen des Accelerators der Münchner Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU). Inzwischen hat das Gründungs- und Förderprogramm der LMU über 140 Firmen mit einem Gesamtmarktwert von mehr als 500 Millionen Euro hervorgebracht, darunter so erfolgreiche Ventures wie „Flixbus“. Wichtigste Voraussetzung für den Erfolg ist die Entwicklung einer geeigneten Strategie.

„Der Corporate Accelerator ist keine Modeerscheinung, das hat mich meine jahrelange Erfahrung beim Accelerator-Aufbau für die Industrie, für Universitäten und Behörden gelehrt“, sagt Andy Goldstein, Partner bei Deloitte Digital sowie Direktor des LMU Entrepreneurship Center und des German Accelerator-Programms. „Ein Accelerator ist der erste Schritt hin zu neuen Geschäftsmodellen, die alle innovativen Firmen für ihr Wachstum in der digitalen Zukunft brauchen – und diese Zukunft ist jetzt. Deshalb müssen Konzerne die Kapazitäten für schnellen Geschäftsaufbau – wie bei einem Startup – schaffen, wenn sie erfolgreich bleiben wollen.“

Der richtige Aufbau entscheidet

Deloitte Digital empfiehlt sechs Schlüsselprinzipien für den erfolgreichen Aufbau eines Corporate Accelerators:

1. Eine fokussierte Entscheidung auf den ökonomischen Mehrwert des Accelerators
2. Ein strukturierter Auswahlprozess für Startups
3. Passende Verträge für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Startup
4. Unterstützung von Technik bis Coaching
5. Ein definierter Abschluss als Anknüpfungspunkt für weitere Finanzierungsrunden
6. Ein Alumni-Netzwerk mit relevanten Kontakten für die weitere Entwicklung des Startups

Die Schwerpunktsetzung auf Umsatz oder Innovation – erster der Faktoren – dient der Zieldefinition und deren Verankerung im Unternehmen. Auf Basis der Fokussierung werden die geeigneten Startups ausgewählt und mit passenden Verträgen eingebunden sowie mit entsprechenden Maßnahmen gefördert. Dafür braucht es vor allem die Unterstützung durch Geschäftsleitung und Aufsichtsrat sowie deren Bereitschaft, ‚digital zu denken‘ und über bestehende Geschäftsmodelle hinaus zu schauen. Auch finanzielle Mittel sind notwendig: Die Investitionen umfassen etwa fünf bis zehn Prozent des angezielten Wertbeitrags durch das neue Geschäft. Das Geld fließt in Anschubfinanzierung und praktische Unterstützung wie Büroräume, IT, Coaching, Workshops, Marktauftritt und Investorensuche.

„Richtig strukturiert und eingebettet im Ökosystem des Unternehmens können Corporate Accelerators eine Brücke zwischen Konzernen mit gewaltigen Ressourcen und innovationsgetriebenen Startups schlagen. Sie eröffnen eine neue Wachstumsstrategie und bringen zukunftsfähige Innovationen und Geschäftsmodelle hervor“, erläutert Andrew Goldstein.

(Quelle)


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