Deutsche Beteiligungs AG: Final Closing des DBAG Fund VIII

  • 1,1 Milliarden Euro für Beteiligungen im deutschen Mittelstand
  • Stabile Investorenbasis: 86 Prozent der Kapitalzusagen von bestehenden Investoren
  • Hohe finanzielle Handlungsfähigkeit durch Struktur und sechsjährige Investitionsperiode

Mit Investitionszusagen über 1,109 Milliarden Euro hat die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) das Fundraising für den DBAG Fund VIII abgeschlossen. Nach dem ersten Zeichnungsschluss im Dezember 2019 wurden in den vergangenen Wochen weitere Investoren aufgenommen. Das ursprünglich geplante Volumen wurde dabei leicht überschritten. Auf die Deutsche Beteiligungs AG entfällt ein Co-Investment von 255 Millionen Euro. Der DBAG Fund VIII hat eine vergleichbare Struktur und Laufzeit wie sein Vorgänger und besteht ebenfalls aus zwei Teilfonds: Von dem Hauptfonds mit Investitionszusagen über 910 Millionen Euro stammen 210 Millionen Euro aus den Co-Investitionen der DBAG; er wird ergänzt durch einen „Top-up Fund“ mit 199 Millionen Euro (DBAG-Anteil: 45 Millionen Euro). Diese Struktur ermöglicht größere Transaktionen; einschließlich der Mittel aus dem Top-up Fund können bis zu rund 220 Millionen Euro Eigenkapital je Transaktion investiert werden. Die Investitionsperiode des Fonds kann bis zu sechs Jahre dauern. Das von der DBAG verwaltete und beratene Vermögen steigt mit dem DBAG Fund VIII auf rund 2,5 Milliarden Euro.

Der Zeichnungsschluss erfolgt vier Jahre nach Ende des Fundraisings für den Vorgängerfonds, der ein Volumen von 1,010 Milliarden Euro hat. Inzwischen hat dieser Fonds acht Management-Buy-outs strukturiert, davon drei unter Einsatz seines Top-up Fund. „Die Investoren trauen uns zu, in Deutschland und ausgewählten Nachbarländern auch unter erschwerten Bedingungen attraktive mittelständische Unternehmen zu finden und weiterzuentwickeln“, kommentierte Torsten Grede, Sprecher des DBAG-Vorstands den Zeichnungsschluss. Und weiter: „Besonders freut uns, dass mit 86 Prozent des Fondsvolumens die weitaus meisten Kapitalzusagen von Investoren stammen, die uns auch in der Vergangenheit ihre Mittel anvertraut haben.“ Diese sogenannte Re-up Rate ist gegenüber dem Vorgängerfonds noch einmal gestiegen: Beim DBAG Fund VII hatte sie 80 Prozent betragen.

Die Struktur der Investorenbasis hat sich entsprechend kaum verändert. Unter den neu gewonnenen Investoren sind ein niederländischer Pensionsfonds, eine britische Stiftung sowie ein US-amerikanischer Vermögensverwalter. Pensionsfonds stellen mit 36 Prozent den größten Anteil der Kapitalzusagen, es folgen Versicherungen mit 25 Prozent und Family Offices mit rund zwölf Prozent. Außerdem sind Dachfonds, Banken und Stiftungen unter den Investoren. Rund 70 Prozent der Kapitalzusagen stammen von Investoren aus Europa, darunter 30 Prozent aus Deutschland. Ein Fünftel des Volumens stellen US-amerikanische Investoren, aus Asien kommt knapp ein Zehntel der Mittel.

Für die Deutsche Beteiligungs AG ist der neue Fonds aus mehreren Gründen bedeutsam. Mit ihrer Kompetenz im deutschen Mittelstand, ihrem erfahrenen Investmentteam und ihrer langfristigen Orientierung steht sie bereit, um nach der aktuellen Krise konstruktive Eigenkapitallösungen zu ermöglichen. „Der neue Fonds sichert unsere finanzielle Handlungsfähigkeit über Jahre hinweg – das ist gerade in der aktuellen Marktsituation vorteilhaft“, so DBAG-Vorstandssprecher Grede. Das von der DBAG verwaltete und beratene Vermögen, es umfasst neben den investierten Mitteln der DBAG und der Fonds die abrufbaren Kapitalzusagen sowie die verfügbaren Finanzmittel der DBAG, steigt mit dem DBAG Fund VIII von zuletzt 1,7 Milliarden Euro auf rund 2,5 Milliarden Euro. Die DBAG erhält Erträge auf Basis der abrufbaren Kapitalzusagen und der investierten Mittel der Fonds. Mit dem neuen Fonds steigt deshalb die Bemessungsgrundlage für die Erträge aus dem Fondsgeschäft – auch dies ein wichtiger Entwicklungsschritt. Die Erträge hatten 2018/2019, dem jüngsten abgeschlossenen Geschäftsjahr, 27,0 Millionen Euro betragen; mit Beginn der Investitionsperiode des DBAG Fund VIII ist eine Steigerung um mehr als 20 Prozent zu erwarten.

Der DBAG Fund VIII wird überwiegend Eigenkapitalinvestments zwischen 40 und 100 Millionen Euro im deutschen Mittelstand strukturieren. Dies entspricht Unternehmenswerten von 75 bis 250 Millionen Euro. Mit dem Top-up Fund sind auch Eigenkapitalbeteiligungen bis zu 220 Millionen Euro möglich. Wie mit den Vorgängerfonds auch kann ein Teil der Investitionen auch in europäischen Nachbarländern, bevorzugt in Österreich und in der Schweiz erfolgen. Es ist gelungen, die attraktiven Konditionen der Vorgängerfonds zu sichern und in einzelnen Aspekten noch einmal zu verbessern.

Die börsennotierte Deutsche Beteiligungs AG initiiert geschlossene Private-Equity-Fonds und investiert – überwiegend an der Seite der DBAG-Fonds – in gut positionierte mittelständische Unternehmen mit Potenzial. Einen Schwerpunkt legt die DBAG auf die Industriesektoren, in denen der deutsche Mittelstand im internationalen Vergleich stark ist. Ein zunehmender Anteil der Eigenkapitalbeteiligungen entfällt auf Unternehmen in den neuen Fokussektoren Breitband-Telekommunikation, IT-Services/Software und Healthcare. Der langfristige, wertsteigernde unternehmerische Investitionsansatz macht die DBAG zu einem begehrten Beteiligungspartner im deutschsprachigen Raum. Das vom DBAG-Konzern verwaltete und beratene Kapital beträgt 1,7 Milliarden Euro; mit dem DBAG Fund VIII steigt es auf rund 2,5 Milliarden Euro.

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