Deutsche Beteiligungs AG investiert in Medizintechnikunternehmen Polytech Health & Aesthetics GmbH

By on September 8, 2016
  • Anbieter hochwertiger Silikonimplantate
  • Management-Buy-out zur Nachfolgeregelung in Familienunternehmen
  • Wachstum durch internationale Expansion mit Qualitätsprodukten „Made in Germany“

Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) investiert an der Seite des von ihr beratenen DBAG Fund VI in die Polytech Health & Aesthetics GmbH (Polytech), einem Anbieter hochwertiger Silikonimplantate. DBAG und DBAG Fund VI werden Polytech mehrheitlich im Zuge eines Management-Buy-outs (MBO) übernehmen; künftig wird die DBAG rund 18 Prozent an dem Unternehmen halten, der DBAG Fund VI rund 76 Prozent. Die übrigen Anteile wird das Management des Unternehmens erwerben. Verkäufer ist der Gründer des Unternehmens, Wilfried Hüser. Über den Kaufpreis wurde in dem am Dienstag unterzeichneten Kaufvertrag Stillschweigen vereinbart. Die DBAG wird für ihren Anteil bis zu zwölf Millionen Euro aus ihrer Bilanz investieren. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Der Vollzug des Kaufvertrags wird innerhalb der kommenden sechs Wochen erwartet.

Nach den Beteiligungen an dem Telekommunikations- und Softwareunternehmen Telio (Dezember 2015) und dem Werkzeug- und Anlagenbauer Frimo (August 2016) strukturiert die DBAG an der Seite des DBAG Fund VI mit Polytech das dritte Management-Buy-out im Geschäftsjahr 2015/2016. Polytech ist die zehnte Beteiligung des DBAG Fund VI, der nach dieser Transaktion zu mehr als 75 Prozent investiert ist.

Polytech (www.polytechhealth.com) ist europaweit führend in der Entwicklung und Produktion von Silikonimplantaten. Der Schwerpunkt des einzigen deutschen Herstellers solcher Produkte liegt auf Brustimplantaten, die in der rekonstruktiven Chirurgie nach Erkrankungen und in der ästhetisch-plastischen Chirurgie eingesetzt werden. Die Implantate werden ausschließlich am Unternehmenssitz in Dieburg (Hessen) unter Reinraumbedingungen produziert. Dort beschäftigt das Unternehmen 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Entwicklung, Herstellung, Qualitätskontrolle und Vertrieb.

Für das laufende Jahr erwartet Polytech einen Umsatz von mehr als 30 Millionen Euro, von dem rund die Hälfte in Deutschland und im übrigen Westeuropa erzielt wird. Die Produkte werden aber zunehmend weltweit, aktuell bereits in mehr als 70 Ländern, vertrieben. Die sehr erfolgreiche Markterschließung spiegelt sich in einem jährlichen Wachstum von knapp 30 Prozent über die vergangenen drei Jahre wider. Basis dieser Entwicklung sind die Produktion in Deutschland, die höchsten Qualitätsanforderungen entspricht, sowie die Innovationskraft der Gesellschaft. So hat Polytech Produktoberflächen entwickelt, die zu einer weiteren deutlichen Verringerung der Komplikationsrate beitragen. Angesichts der sehr positiven Resonanz auf Implantate „Made in Germany“ bei Ärzten und Patienten hat Polytech in den vergangenen Jahren seine Vertriebsaktivitäten deutlich ausgebaut. Das Unternehmen hat in vielen Ländern Zulassungen und Zertifizierungen für seine Medizinprodukte erlangt. Das Unternehmen bedient einen Wachstumsmarkt, für den weltweit in den kommenden Jahren mit Steigerungsraten von rund sechs Prozent gerechnet wird. Wachstumsimpulse kommen aus dem steigenden Wohlstandsniveau, dem demografischen Wandel in den Industrieländern und kulturellen Veränderungen, die zu einer höheren Akzeptanz der rekonstruktiven wie auch der ästhetisch-plastischen Chirurgie führen.

„Innovative Produkte und höchste Qualitätsstandards sind der wesentliche Grund für das erfolgreiche Wachstum von Polytech. Wir werden das Unternehmen dabei unterstützen, konsequent auf die medizinisch-technische Weiterentwicklung der Implantate sowie die exzellente Fertigungsqualität ‚Made in Germany‘ zu setzen und sehen hierfür weltweit eine anhaltend große Nachfrage“, sagte Dr. Rolf Scheffels, Mitglied des Vorstands der Deutschen Beteiligungs AG, aus Anlass der Vertragsunterzeichnung. Und weiter: „Wir freuen uns, dass wir nun die Nachfolge in diesem Familienunternehmen durch ein Management-Buy-out regeln können. Dies zeigt erneut unsere gute Positionierung im deutschen Mittelstand.“ Polytech ist unter den zehn jüngsten MBOs der DBAG das vierte Unternehmen, das zuvor in Familienhand war.

„Polytech steht vor einer neuen Entwicklungsstufe“, äußerte Unternehmensgründer Hüser. „Mir ist wichtig, dass das Unternehmen diese Phase unverändert eigenständig und mit Unterstützung eines Gesellschafters angeht, der Erfahrung in der Weiterentwicklung mittelständischer Unternehmen hat“, so der Geschäftsführer weiter. Hüser bleibt dem Unternehmen beratend verbunden und wird insbesondere den internationalen Ausbau für die Gesellschaft vorantreiben.

Geschäftsführer Wolfgang Steimel stellte heraus: „Polytech ist eine unternehmerische Erfolgsgeschichte und hat sich in den vergangenen Jahren auch international etabliert. Wir werden in der neuen Konstellation auf unsere entscheidenden Erfolgsfaktoren, Innovation und Qualität, setzen und damit unsere Wachstumsdynamik aufrechterhalten.“

Die börsennotierte Deutsche Beteiligungs AG initiiert geschlossene Private-Equity-Fonds und investiert an der Seite der DBAG-Fonds in gut positionierte mittelständische Unternehmen mit Entwicklungspotenzial. Einen Schwerpunkt legt die DBAG auf die Industriesektoren, in denen der deutsche Mittelstand im internationalen Vergleich besonders stark ist. Mit dieser Erfahrung, mit Know-how und Eigenkapital stärkt sie die Portfoliounternehmen darin, eine langfristige und wertsteigernde Unternehmensstrategie umzusetzen. Der unternehmerische Investitionsansatz macht die DBAG zu einem begehrten Beteiligungspartner im deutschsprachigen Raum. Das vom DBAG-Konzern verwaltete und beratene Kapital beträgt rund 1,8 Milliarden Euro.


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