Eine weltweite Studie von Herbert Smith Freehills zeigt: Gute Aussichten für den M&A-Markt

By on April 18, 2016
  • Studie weist auf zunehmende M&A-Aktivitäten hin
  • 79 Prozent der Befragten planen in den nächsten drei Jahren mindestens zwei Übernahmen
  • 66 Prozent planen mindestens eine grenzüberschreitende Transaktion
  • Wichtigste Zielmärkte sind Westeuropa und Nordamerika

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Deutsche Unternehmen planen eine verstärkte Aktivität im Bereich M&A, wie eine Studie der internationalen Wirtschaftskanzlei Herbert Smith Freehills unter 700 M&A-Entscheidungsträgern weltweit zeigt. Der hierzu veröffentlichte Report „Beyond borders: The Future of Dealmaking“, greift die Ergebnisse auf und untersucht das Niveau der geplanten M&A-Aktivitäten von Unternehmen sowie die aktuelle Priorisierung der Kapitalverwendung.

Danach haben 87 Prozent der deutschen Befragten vor, mindestens eine M&A Transaktion in den nächsten drei Jahren durchzuführen, 79 Prozent planen sogar zwei Transaktionen oder mehr. Immerhin 42 Prozent der Befragten gaben an, dass die Planung höher liege als das Niveau ihrer M&A-Aktivitäten in den vergangenen drei Jahren. Mit 63 Prozent deutlich mehr als die Hälfte gaben außerdem an, zumindest eine große Transaktion zu planen (also eine solche, die den Gesamtumsatz um mindestens fünf Prozent steigern wird). Wichtigste Zielmärkte für deutsche Unternehmen sind Westeuropa (51 Prozent der Befragten) und Nordamerika (26 Prozent). Mit deutlich geringeren Anteilen folgen Südostasien (11 Prozent), China (6 Prozent) und Südasien (3 Prozent).

Wenn die Volatilitäten an den Märkten eine Auswirkung zeigen, dann am ehesten in Bezug auf die Dealgröße, die die Manager anstreben. 53 Prozent der Unternehmen aus der aktuellen Umfrage äußerten sich dahingehend, dass keine ihrer geplanten Akquisition einen größeren Umfang haben wird – im Vergleich zu 43 Prozent in der Studie 2015. Die Attraktivität von grenzüberschreitenden Deals bleibt aber ungebrochen hoch. Vorbehaltlich nicht voraussehbarer Marktkonditionen wollen 66 Prozent der Befragten mindestens einen grenzüberschreitenden Deal machen.

Was macht Deutschland attraktiv?

Ausländische Investoren schätzen an Deutschland in erster Linie die gute Infrastruktur (38 Prozent), wie die Studie ergab. Als weitere wichtige Argumente für Deutschland wurden das gute wirtschaftliche Umfeld genannt (22 Prozent) sowie das Angebot an passenden Übernahmeobjekten (16 Prozent). Die größten Bedenken haben ausländische Investoren auf dem deutschen Markt beim Thema Arbeitsrecht und Mitbestimmung (31 Prozent), Umweltgesetzgebung (25 Prozent) sowie Kartellrecht (19 Prozent).

Ralf Thaeter, Managing Partner bei Herbert Smith Freehills in Deutschland, hierzu: „Deutschland gilt als die robusteste und stabilste Wirtschaft in der Eurozone; und solange der Euro schwach ist, bleiben auch die Unternehmens-Bewertungen in Deutschland auf relativ geringem Niveau. Die Politik des billigen Geldes der Europäischen Zentralbank facht die Investitionen in Deutschland zusätzlich an. Hinzu kommen die niedrigen Energiepreise, welche die Attraktivität der Industrieunternehmen des Landes nochmals steigern.“

Kapitalverwendung im Wandel

Nur 12 Prozent der Befragten gaben an, M&A aktuell die höchste Priorität bei der Kapitalverwendung einzuräumen – ein Absturz im Vergleich zu den 42 Prozent, die noch vor drei Jahren hier ihre Priorität setzten. Ganze 58 Prozent hingegen priorisieren Kapitalinvestitionen (ein steiler Anstieg von 30 Prozent vor drei Jahren) und die restlichen 30 Prozent priorisieren die Ausschüttung an ihre Anleger (in etwa unverändert von 28 Prozent vor drei Jahren). In der Zusammenschau mit der geplanten M&A-Aktivität lassen diese Zahlen auch Rückschlüsse auf die Kapitalausstattung vieler Unternehmen zu.

Zur Studie

Bis zum Jahresende 2015 hat Mergermarket 700 Senior Manager von größeren Unternehmen weltweit zu ihren Erfahrungen grenzüberschreitender M&A und ihren Ansichten zur Zukunft von Deals befragt. 44 Prozent der Teilnehmer waren aus dem EMEA-Raum, 37 Prozent aus Asien/Pazifik, 19 Prozent aus Amerika. Alle Unternehmen verfügen über einen Umsatz von mindestens 1 Mrd. USD. Alle Befragten haben in den letzten zwei Jahren über Minimum eine grenzüberschreitende Transaktion nachgedacht. 61 Prozent haben zumindest einen Deal bereits abgeschlossen. Aufgrund der Marktvolatilität seit Beginn des Jahres 2016 hat Mergermarket im Februar 2016 ein Update mit 100 der vormals Befragten, die exakt der geografischen und Branchenmischung der Gesamtstudie entsprechen, durchgeführt. Ergebnis: Drei Viertel der Unternehmen gaben an, dass die aktuellen Marktvolatilitäten ihr Interesse an M&A in den nächsten drei Jahren erhöht oder zumindest nicht beeinflusst hat. Nur drei Prozent glauben, dass sich die M&A-Aktivitäten in den nächsten 12 Monaten reduzieren werden.

Über Herbert Smith Freehills

Herbert Smith Freehills bietet weltweit Rechtsberatung auf höchstem Niveau in allen Bereichen des Wirtschaftsrechts. Mit 26 Standorten in Asien, Australien, Afrika, Europa, Nahost und Nordamerika sind wir eines der global führenden Rechtsberatungsunternehmen. Zu unseren Mandanten zählen Marktführer aus Industrie, Finanzwirtschaft und Handel. In Deutschland sind wir mit Büros in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt vertreten. Von dort aus beraten wir deutsche und international tätige Unternehmen in allen komplexen, wirtschaftsrechtlichen Fragen.

www.herbertsmithfreehills.com


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