Frisches Kapital von KIT und HTGF für die Karlsruher memetis GmbH

By on Oktober 5, 2018

Als Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), schloss die memetis GmbH die erste Kapitalisierungsrunde mit einer Finanzierung in siebenstelliger Höhe ab. Im Finanzierungskonsortium investieren der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erstmalig Seite an Seite, gemeinsam mit weiteren Risikokapitalinvestoren, die über umfassende Erfahrungen im High-Tech Bereich verfügen. Das Investment unterstützt die Unternehmensentwicklung von memetis insbesondere bei der Etablierung der vergleichsweise unbekannten Technologie und verschiedener Aktorik-Anwendungen im Markt sowie dem Ausbau der eigenen Entwicklungs- und Produktionsfähigkeiten.

Immer mehr Funktionalität auf immer kleinerem Bauraum – diese Entwicklung lässt sich heutzutage industrieübergreifend beobachten. Neben Mikrocomputern und verschiedensten Sensoren kommen dabei in einer Vielzahl von Anwendungen auch zunehmend Bauelemente zum Einsatz, die aktiv eine Bewegung erzeugen: Aktoren im Miniaturmaßstab! Wo konventionelle Technologien zunehmend an ihre Grenzen stoßen, setzt das Karlsruher Unternehmen memetis auf ultrakompakte Aktoren aus Formgedächtnislegierungen.

In den von memetis entwickelten Aktoren kommen intelligente Materialen zum Einsatz – die sogenannten Formgedächtnislegierungen (FGL). Hierbei handelt es sich um metallische Legierungen, welche sich durch elektrisches Beheizen an eine bestimmte, zuvor antrainierte Form zu „erinnern“ scheinen und diese dann mit einiger Kraft annehmen – ganz ähnlich wie ein Muskel, der angespannt wird. Das Besondere dabei ist, dass diese Legierung selbst diese Eigenschaften bereits in sich trägt und im Prinzip keine weiteren mechanischen Komponenten benötigt werden. Die Kräfte entsprechen dabei einem Vielfachen des Bauteilgewichts und die Stellwege können bis zu 10% seiner Länge betragen. Durch Abkühlen verliert der Aktor seine Kraft und kann anschließend durch erneutes Aufheizen wieder aktiviert werden – bei modernen FGL bis zu vielen Millionen Mal. Diese speziellen Eigenschaften lassen sich gezielt nutzen, um aus FGL leistungsstarke Aktoren mit unübertroffener Arbeitsdichte in hochkompaktem Format zu fertigen.

Dies bewährt sich zum Beispiel in Miniatur-Ventilen und Dosiereinheiten für Insulinpumpen oder sogenannten Lab-on-a-Chip-Systemen, welche hoch portabel sein müssen und direkt am Patienten eingesetzt werden. Ultrakompakte Aktorik ist aber auch in hochwertigen Smartphones gefragt, damit Schnappschüsse mit der integrierten Kamera stets scharf fokussiert und verwackelungsfrei gelingen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind hierbei noch lange nicht erschöpft. Darüber hinaus können die intelligenten Bauteile im Sinne eines „Self Sensing“ sogar Informationen über ihren eigenen Schaltzustand liefern.

(Quelle)


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