GCA Altium: Konsumgüter- und Technologieunternehmen treiben den deutschsprachigen M&A-Markt weiter an

By on Juli 28, 2017
  • globale Investmentbank erwartet generelle Zunahme an Deals und Volumen
  • anhaltender Trend zu grenzüberschreitenden Deals
  • verkäuferfreundlicher Markt durch hohes Preisniveau
  • Digitalisierung und Konsolidierung wecken Kauflaune der Strategen
  • weltweit 60 Transaktionen im ersten Halbjahr 2017 begleitet
  • 21 Deals mit Gesamtvolumen von 2,3 Milliarden Euro in der DACH-Region
  • deutliches Wachstum von GCA Altium in Europa

Für die zweite Jahreshälfte rechnet die globale Investmentbank GCA Altium sowohl bei der Anzahl als auch beim Gesamtvolumen der Deals im deutschsprachigen M&A-Markt mit einer robusten Zunahme. Insbesondere mittelgroße Transaktionen in den Märkten Konsumgüter und Retail sowie Internet und Technologie, die derzeit stark im Fokus stehen, könnten den Markt weiter befeuern.

Das börsennotierte, in Europa als GCA Altium und im amerikanisch-asiatischen Raum als GCA auftretende Unternehmen hat im ersten Halbjahr 2017 weltweit 60 Transaktionen begleitet, davon 36 in Europa. Den Löwenanteil machten Deutschland, Österreich und die Schweiz mit 21 Deals aus. Damit konnte das Unternehmen das Geschäft gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit damals 23 europäischen beziehungsweise zehn DACH-Deals wieder deutlich ausbauen – dies gilt auch für das Gesamtvolumen: Bis Ende Juni 2017 waren es 3,1 Milliarden Euro in Europa und 2,3 Milliarden Euro in der DACH-Region, im ersten Halbjahr 2016 lag es bei 2,3 Milliarden beziehungsweise 1,5 Milliarden Euro.

Nach wie vor liegt der Anteil grenzüberschreitender Transaktionen unter den beratenen Deals gerade in Europa mit etwas mehr als einem Drittel auf hohem Niveau – „der Anlagedruck der Finanzinvestoren, hohe Kassenbestände in Konzernen, günstiges Fremdkapital sowie vielerorts nur verhaltenes organisches Wachstum begünstigen den Trend zu Cross-Border-Deals“, erklärt Sascha Pfeiffer, Managing Director bei GCA Altium in Frankfurt. Der Bereich Debt Advisory machte bei der Anzahl der von GCA Altium beratenen Deals im ersten Halbjahr 17 Prozent in Europa und 19 Prozent in der DACH-Region aus.

„Unternehmen aller Branchen setzen verstärkt auf das Internetgeschäft. Durch unsere Expertise und die besonders tiefe Vernetzung im Online-Markt sind wir dabei sehr gefragt“, erläutert Alexander Grünwald, Managing Director im Züricher Büro von GCA Altium. Das Unternehmen hat in den vergangenen sechs Monaten etwa die Schweizer Umzugsplattform MOVU beim Verkauf an den Versicherer Baloise sowie den Softwareanbieter für Gestenerkennung gestigon beim Verkauf an den französischen Automobilzulieferer Valeo beraten. Auch die Veräußerung des Reifengeschäfts der deutschen Reiff-Gruppe, beraten von GCA Altium, ist vor dem Hintergrund der steigenden Verlagerung in den Online-Vertrieb zu sehen: Der Käufer, die von Bain Capital gehaltene European Tyres Distribution, plant den Aufbau eines europäischen Marktführers, der mit entsprechender Schlagkraft von der eingesetzten Marktkonsolidierung profitiert.

„DACH-Unternehmen sind trotz hoher Bewertungen insgesamt so beliebt wie schon lange nicht mehr, vor allem bei ausländischen Käufern“, sagt Dr. Martin Kühner, Managing Director in München. Dabei gilt: „Strategen bezahlen momentan strategische Preise“. Das anhaltend hohe Preislevel spielt den Unternehmern in die Hände und so komme es neben zahlreichen Secondary-Transaktionen derzeit zu vielen Unternehmerexits, so Kühner weiter. Innovative und disruptive Start-ups sind es auch, die zusätzlich den Consumer- und Retail-Sektor in den Fokus von Übernahmeinteressen rücken: „Der Digitalisierungs- und Konsolidierungsdruck sowie Veränderungen im Kauf- und Ernährungsverhalten versetzen Konzerne wie Investoren in Shoppinglaune“, meint Kühner. Der Markt habe sich zudem an ein gewisses Risikoumfeld gewöhnt – geo- und finanzpolitische Risiken versetzten die Akteure weit weniger in Unruhe als vor einigen Jahren.

„Wir rechnen damit, dass das Interesse deutscher Strategen an ausländischen Zielunternehmen im weiteren Jahresverlauf vor allem in Wachstumsbranchen wieder zunimmt. Generell wird der Midcap-Markt weiter die Zahl der Fusionen, Verkäufe und Übernahmen bestimmen. Wenn noch Mega-Deals wie im vergangenen Jahr hinzukommen, wird der Markt auch hinsichtlich der Volumina ein robustes Wachstum verzeichnen“, schätzt Pfeiffer. „Wir sind zumindest sehr gut ausgelastet und die Pipeline ist gut gefüllt – auch das zweite Halbjahr wird sich für GCA Altium sehr positiv entwickeln.“

Zu den von GCA im vergangenen Halbjahr beratenen Transaktionen zählen unter anderem:

  • Verkauf eines Mehrheitsanteils am Uhrenhersteller Breitling an CVC (Beratung von Breitling)
  • Verkauf eines Mehrheitsanteils am Autoversicherungsdienstleister Control€xpert an General Atlantic (Beratung der Anteilseigner von Control€xpert)
  • Verkauf des Reisedienstleisters OAG (Official Airline Guide) durch AXIO an Vitruvian (Beratung von AXIO)
  • Verkauf eines Minderheitsanteils am Online-Job-Portal-Betreiber Pracuj Group an TCV (Beratung von Pracuj Group, zusammen mit Trigon Investment Banking)
  • Verkauf des Digitalgeschäfts des Erlebnisgutscheinanbieters Jochen Schweizer an ProSiebenSat.1 Group (Beratung von Jochen Schweizer)
  • Verkauf der Umzugsplattform MOVU an Baloise (Beratung von MOVU)
  • Verkauf der Jobbörse univativ durch Odewald KMU an Triton (Beratung von Odewald KMU und der Gründer)
  • Verkauf des Softwareunternehmens gestigon an Valeo S.A. (Beratung von gestigon)
  • Verkauf des B2B-Marktplatzes Wer liefert was durch Paragon Partners an Capvis Equity Partners (Beratung von Paragon Partners)
  • Verkauf des Modeeinzelhändlers KICKZ an Zalando (Beratung von KICKZ)
  • Verkauf des Geschäftsbereichs Reifen und Autotechnik der Reiff-Gruppe an European Tyres Distribution (Bain Capital)(Beratung von REIFF)
  • Strategisches Investment von Sprint in die Unterhaltungsplattform TIDAL (Beratung von TIDAL)
  • Kauf des Diagnostikunternehmens Ambry Genetics durch Konica Minolta mit Unterstützung der Innovation Network Corporation (Beratung von Konica Minolta)

Über GCA Altium

GCA Altium ist der europäische Geschäftsbereich von GCA. Die globale Investmentbank bietet Wachstumsunternehmen ein breites Dienstleistungsportfolio rund um M&A, Debt, öffentliche und private Finanzierung sowie Beratung in Restrukturierungsfragen. GCA ist an der Börse Tokio notiert (TSE: 2174) und verfügt über umfassende Expertise in den Branchen Technologie und Telekommunikation, Medien, Digitale Medien und Kommunikation, Consumer und Handel, Gesundheit, Industrie und Industrietechnik, Finanzmarkt und Business Services. Die Expertenteams von GCA arbeiten an den Standorten Frankfurt, London, Manchester, Mailand, Mumbai, München, New York, Osaka, San Francisco, Schanghai, Singapur, Tel Aviv, Tokio und Zürich.

Mehr Informationen: http://www.gcaaltium.com


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