Henn übernimmt 100% der UFT Produktion GmbH

By on Oktober 2, 2018
  • Nach großem organischem Wachstum kauft HENN strategischen Zulieferer
  • Ziel ist die eigenständige Weiterentwicklung beider Unternehmen

Der Dornbirner Nischenplayer HENN erzielte im Jahr 2017 eine Umsatzsteigerung von 20 Prozent und verkaufte weltweit 50,2 Millionen Steckverbindungen. Jetzt übernimmt der Dornbirner Automotive Zulieferer die UFT Produktion GmbH mit Sitz im sächsischen Heinsdorfergrund. Das Unternehmen produziert komplexe, einbaufertige Präzisions-Tiefziehteile und beliefert damit die Automobil-, Bau- und Elektroindustrie.

Die HENN Industrial Group GmbH & Co KG übernimmt 100 Prozent der UFT Produktion GmbH – der Vertrag wurde am 29. September unterzeichnet. Somit wird die UFT ein Schwesterunternehmen von HENN, gemeinsame Muttergesellschaft ist die HENN Industrial Group GmbH & Co KG.

Die UFT Produktion GmbH wurde 1992 gegründet und hat sich zu einem weltweit agierenden Hersteller von komplexen Tiefziehteilen aus Feinblech, Edelstahl, Aluminium, vorbeschichtetem Blech und Buntmetallen entwickelt. Jährlich werden mehr als 5.000 Tonnen Stahl zu rd. 50 Millionen Tiefziehteilen verarbeitet. Mit rund 100 qualifizierten Mitarbeitern, einem internen Werkzeugbau und hochtechnischen Mehrstufenpressen realisiert die UFT eine innovative Serienproduktion. Im vergangenen Jahr wurde ein Umsatz von rund 14 Mio. Euro erwirtschaftet.

Übernahme als Win-Win-Situation
Für Martin Ohneberg hat die Übernahme vor allem strategische Gründe: „Die UFT ist seit Jahren ein wichtiger Partner, mit dem wir eng zusammenarbeiten. Das Unternehmen setzt sehr stark auf Innovation und hat hoch interessante Projekte in der Pipeline. Durch die globale Vertriebsstärke von HENN kann die Entwicklung im Sales-Bereich weiter verbessert werden. So starten wir gemeinsam in eine vielversprechende Zukunft.“
Dem Eigentümer und bisherigen Geschäftsführer Werner Wackershauser war es wichtig, dass der Betrieb im Vogtland eine sehr gute Zukunftsperspektive hat: „Nach über 25 Jahren als Geschäftsführer und Eigentümer der Firma wird es Zeit die Verantwortung in andere Hände zu übergeben. Mit dem Unternehmer und zukünftigen Eigentümer Martin Ohneberg werden neue Impulse gesetzt, mit denen die UFT Produktion GmbH ein neues Level in Fertigungstechnologie und Qualität erreichen wird.“ Das Closing der Transaktion wird für Oktober erwartet.

Strategisches Wachstum als erklärtes Ziel
Pläne für die nahe Zukunft hat Unternehmer Martin Ohneberg natürlich auch schon: „Das unmittelbare strategische Ziel ist der eigenständige Ausbau der aktuellen Geschäftstätigkeit der UFT. Damit sollen die weitere Belieferung von HENN und der Ausbau künftiger Neuentwicklungen im Fokus stehen. Die Firma ist mit Kunden aus den Bereichen Automobil-, Bau- und Elektroindustrie sehr breit aufgestellt.“ Um die gesteckten Ziele umzusetzen wird mit Matthias Nicolussi aus Feldkirch ein Geschäftsführer eingesetzt, der jahrelange globale Automobilerfahrung aus den Bereichen Produktmanagement, Projektleitung und dem technischen Vertrieb bei Thyssenkrupp Presta vorweisen kann.
Mit dem strategischen Partner in den eigenen Reihen erhöht HENN seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt, stärkt die Wertschöpfungskette und sichert sich das Know-How für Neuentwicklungen im Bereich innovativer Verbindungssysteme. HENN beschäftigt aktuell 81 Mitarbeiter und erwartet für das Jahr 2018 einen Umsatz von rund 68 Mio. Euro (+13 Prozent).
Für das Jahr 2018 rechnet die Gruppe mit einem konsolidierten Umsatz von ca. 82 Mio. Euro mit aktuell 180 Mitarbeitern.

Standort mit Potenzial
Am Firmenstandort in Heinsdorfergrund befindet sich ein unbebautes Grundstück mit rund 23.000 m2 gewidmeter Fläche, auf dem in den nächsten Jahren ein Montage- und Logistikcenter gebaut werden soll. Diese geplante Erweiterung sichert die Produktionskapazität für das künftige Wachstum. Auch in puncto Fachkräfte ist der Standort Sachsen für Martin Ohneberg sehr interessant: „Die UFT liegt in der Metropolregion Mitteldeutschland und ist somit ein attraktiver Standort. Die Städte Dresden und Leipzig haben bis 2030 ein prognostiziertes Bevölkerungswachstum von mehr als 10 Prozent sowie hervorragende technische Ausbildungsangebote: Die TU Chemnitz und Dresden sowie bedeutende Institute der Grundlagenforschung wie die Max-Planck-Gesellschaft in Dresden, Halle und Leipzig.“

(Quelle)


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