High-Tech Gründerfonds investiert in die Next-Generation Malware-Analyse-Software der VMRay GmbH

By on Mai 15, 2014

Die VMRay GmbH hat ihre Seed-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investiert in Entwicklung und Vermarktung der Next-Generation Malware-Analyse-Software von VMRay, die einen speziellen Fokus auf komplexe 64-Bit-Schadprogramme wie APTs und Kernelrootkits legt.

Organisationen rüsten ihre IT-Sicherheit auf, um der rasanten Zunahme von Hackerattacken, Cybersabotage und Spionageangriffen zu begegnen, die jährlich Milliardenschäden verursachen. Der IT-Sicherheitssoftwaremarkt umfasste 2013 ein globales Volumen von 21 Mrd. US$ und wächst jährlich um ca. 9%.
Schadprogramme werden teilweise von großen Entwicklerteams mit umfangreichen Ressourcen hergestellt und werden dadurch immer gefährlicher und komplexer. Ein besonderer Trend der letzten Jahre sind gezielte Angriffe auf einzelne Organisationen und Unternehmen, bei denen maßgeschneiderte Schadsoftware eingesetzt wird, um sensitive Informationen zu entwenden (Targeted Attacks). Häufig werden dabei komplexe Angriffsszenarien durchgeführt. In solchen Fällen spricht man von Advanced Persistent Threats (APTs).
Das einzigartige Analyseverfahren von VMRay eignet sich nicht nur für die Untersuchung gängiger Schadsoftware, wie Computerviren oder -würmern, Trojanern und Spyware, sondern vor allem auch für die Analyse von komplexeren APTs und gefährlicher 64-Bit Kernelrootkits. Die verwendete Technologie ist eine Weiterentwicklung moderner Hardware-Virtualisierung und wurde auf Transparenz und Geschwindigkeit optimiert. Dadurch kann, anders als mit bestehender Analyse-Software, auch Schadsoftware analysiert werden, die sich tief in das System einnistet oder bisher unbekannte Angriffsmethoden einsetzt.
Die Gründer der VMRay GmbH haben langjährige Erfahrung in der Entwicklung von Malware-Analyse-Software und waren auf diesem Markt bereits erfolgreich. Dr. Carsten Willems, der zusammen mit Dr. Ralf Hund VMRay gegründet hat, sieht mit dem Investment des High-Tech Gründerfonds die Basis für den erfolgreichen Markteintritt gelegt: „Jetzt können wir unsere Software perfektionieren und in ein marktfähiges und nutzerfreundliches Produkt weiterentwickeln. Noch in der ersten Jahreshälfte wollen wir in den Markt eintreten“.
Dr. Dirk Hochstrate, der VMRay im Vertrieb unterstützen wird, betont die Marktchancen aufgrund der Einzigartigkeit des Analyseverfahrens: “Die neuartigen Analyse-Fähigkeiten von VMRay werden die Kunden überzeugen. Eine dynamische 64-Bit-Rootkit-Analyse bietet sonst noch keiner”
Holger Heinen, Investment Director beim High-Tech Gründerfonds, fügt hinzu: “Wir investieren in VMRay unter anderem aufgrund der einzigartigen Technologie. Wir sind sicher, dass diese in Zukunft auch in eine umfangreiche Schutzlösung ausgebaut werden kann”.
Dr. Rolf-Christian Wentz, der als Business Angel neben dem HTGF in VMRay investiert, kommentiert: „Das VMRay Team mit seiner bewiesenen Kompetenz in der Entwicklung von Malware-Analyse-Software lässt uns einen schnellen und sehr erfolgreichen Markteintritt erwarten”.

Über VMRay
Die VMRay GmbH wurde im September 2013 von Dr. Carsten Willems und Dr. Ralf Hund in Bochum gegründet. Die beiden Gründer haben mit ihrer Software schon im März 2013 einen von vier Hauptpreisen im “Gründerwettbewerb – IKT Innovativ” des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gewonnen. Das Unternehmen hat außerdem eine EXIST-Förderung erhalten. Die innovative VMRay Software analysiert Malware wie Computerviren oder -würmer, Trojaner, Spyware, Kernelrootkits und –bootkits auf ihr Verhalten. Der zugrundeliegende technische Ansatz der Hardware-Virtualisierung ermöglicht insgesamt eine bessere, schnellere und detail-lierte Analyse. Das Analysesystem kann selbst hoch spezialisierte 64-Bit Schadsoftware finden, die bisher von anderen Analysesystemen nicht erkannt werden kann. Beim VMRay Verfahren wird das infizierte vom analysierenden System komplett getrennt. Die Schadsoftware, die sonst die Arbeit einstellen würde, wenn sie merkt, dass sie inspiziert wird, weiß nicht, dass sie analysiert wird und kann so von VMRay ausführlich untersucht werden.
www.vmray.com

Über den High-Tech Gründerfonds
Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologie-Unternehmen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Mit Hilfe der Seedfinanzierung sollen die Start-Ups das F&E-Vorhaben bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines „Proof of Concept“ oder zur Markteinführung führen. Der Fonds beteiligt sich initial mit 500.000 Euro; insgesamt stehen bis zu zwei Millionen Euro pro Unternehmen zur Verfügung. Investoren der Public-Private-Partnership sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW Bankengruppe sowie die 18 Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, Bayer,, B. Braun, Robert Bosch, CEWE, Daimler, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Evonik, Lanxess, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, METRO, Qiagen, RWE Innogy, SAP, Tengelmann und Carl Zeiss. Der High-Tech Gründerfonds verfügt insgesamt über ein Fondsvolumen von rund 576 Mio. EUR (272 Mio. EUR Fonds I und 304Mio. EUR Fonds II).
www.high-tech-gruenderfonds.de


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