INDUS will Portfolioentwicklung stärker vorantreiben

By on April 23, 2013

– Umsatz und Ergebnis für 2012 im Plan
– Stabile Aussichten für 2013

indusDie mittelständische Beteiligungsgesellschaft INDUS Holding AG will in den nächsten Jahren wieder verstärkt auf Wachstumskurs gehen. Vorstandsvorsitzender Jürgen Abromeit zeigte sich heute auf der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf mit dem Geschäftsverlauf 2012 zufrieden: „Mit einem Umsatz von rund 1,1 Mrd. Euro und einem operativen Ergebnis von rund 106 Mio. Euro konnte unsere Gruppe das selbst gesetzte Ergebnisziel erreichen und dies in einem eher schwierigen Umfeld.“

2012 ging das INDUS-Inlandsgeschäft um rund 4 % zurück. Dieser Rückgang wurde jedoch durch das dynamisch wachsende Auslandsgeschäft mehr als ausgeglichen. Wachstum findet heute nicht mehr in Europa, sondern in den Schwellenländern, und dort vornehmlich in Asien, statt. Mittlerweile gehören 16 Auslandsstandorte zur Gruppe und der Umsatz außerhalb der EU betrug in 2012 fast 300 Mio. Euro.

Konzernumsatz wächst leicht, EBIT deutlich über der Zielmarke von 100 Mio. Euro
Verglichen mit dem Jahr 2011 (1.097,1 Mio. Euro) stieg der Umsatz 2012 erwartungsgemäß nur leicht über das Vorjahresniveau auf nun 1.105,3 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 105,7 Mio. Euro (Vorjahr: 113,2 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss erreichte 52,3 Mio. Euro (Vorjahr: 55,6 Mio. Euro).

INDUS führt 39 mittelständische Unternehmen, die in fünf Industriesegmenten tätig sind. Gemessen an der operativen Umsatzrendite (EBIT-Marge) erreichten die Ergebnisse in den Bereichen Bau/Infrastruktur, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie dem Maschinen- und Anlagenbau ein gutes bis sehr gutes Niveau und lagen oberhalb der gruppenweiten Zielvorgabe von 10 % EBIT-Marge. Nicht zufrieden zeigte sich der Vorstand mit den Bereichen Fahrzeug- und Metalltechnik. „Obwohl in der Fahrzeugtechnik mit 5 % eine durchaus branchenübliche Rendite erzielt wurde, haben wir auch hier ambitioniertere Ziele“, so Abromeit. Hier arbeitet INDUS intensiv an Neuausrichtungen und segmentspezifischen Lösungen. In der Sparte Metalltechnik lag das Ergebnis unter dem Vorjahr. Die phasenweise kritische Franken-/Euro-Relation wirkte sich bei zwei Segment-Unternehmen spürbar negativ aus. In beiden Segmenten belasten hohe Tarifabschlüsse den Personalaufwand. Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren 2012 insgesamt eher schwierig. Belastend wirken unverändert die Schuldenkrise in den U.S.A. sowie die ungelöste Staatsschuldenfrage und Bankenprobleme in Europa.

Solide Bilanzrelationen nochmals ausgebaut
Die Finanzschulden blieben nahezu unverändert und betrugen zum Stichtag 440,5 Mio. Euro (Vorjahr 434,3 Mio. Euro). Das Eigenkapital stieg gegenüber dem Vorjahr nochmals an von 382,1 Mio. Euro auf nunmehr 410,1 Mio. Euro. Aktuell erreicht die Eigenkapitalquote einen Höchstwert von 39 %. Der Bestand an flüssigen Mitteln von 98,7 Mio. Euro (Vorjahr: 123,1 Mio. Euro) schafft zusammen mit festen Kreditzusagen komfortable Rahmenbedingungen für den Wachstumskurs der nächsten Jahre.

Strategie „Kompass 2020“ forciert Portfolioausbau
Nach einer langjährigen Konsolidierungsphase will INDUS künftig ihr Geschäft mehr und verstärkt internationalisieren, um weiter zu wachsen und die Ertragsstärke auszubauen. Der Vorstand sieht INDUS daher auf dem Weg in eine neue Entwicklungsphase. Die Strategie, formuliert unter dem Schlagwort „Kompass 2020“, heißt „kontrollierte Entwicklung“. Sie steht künftig nicht nur für „Kaufen und Halten“ sondern zusätzlich auch für „Entwickeln“. Dies bedeutet eine aktive und offensive Entwicklung des bestehenden Portfolios, ergänzt um ausgewählte Zukäufe. Die Beteiligungen durch gezielte Investitionen und Innovationen kontinuierlich weiter zu entwickeln und dabei gleichzeitig individuell die Internationalisierung der Gruppe voranzutreiben sind dabei die vorrangigen Ziele. Auf dem Suchradar stehen mittelständische Unternehmen, die ingenieurgetriebene Nischenprodukte herstellen und über hohe technische Kompetenz verfügen. Dazu hat INDUS industrielle Megatrends analysiert und vier Schlüsselbranchen definiert. Für die Gruppe sind das Medizintechnik, Verkehr und Logistik, Energie- und Umwelttechnik sowie Automatisierung. Mit dem Erwerb der BUDDE-Gruppe Ende Januar 2013 wurde ein erstes Unternehmen aus dem Zielsegment Logistik erworben.

Ausblick 2013
Momentan stellen sich die Konjunkturaussichten aufgrund der teilweise wieder aufgeflammten Eurokrise eher unsicher dar. Eine konjunkturelle Belebung erwartet INDUS erst für das 2. Halbjahr 2013. Dennoch geht der Vorstand davon aus, dass INDUS einen Konzernumsatz mindestens auf Vorjahresniveau erzielt, da die branchenspezifischen Rahmenbedingungen für die fünf Segmente derzeit mehrheitlich stabil sind und sich positiv entwickeln. „Entgegenkommen sollten uns zudem stabile Materialpreise“, so Abromeit. „Belastungen erwarten wir dagegen wiederum aus hohen Tarifabschlüssen. Mit Sorge sehen wir, dass durch die jüngste Lohnpolitik insbesondere der deutsche Mittelstand seinen internationalen Wettbewerbsvorteil verspielt. Aber wir sind mit unseren ‚Spezialisten in der Nische‘ gut aufgestellt und erwarten in Summe ein leichtes Wachstum bei stabilen Erträgen“, so Abromeit. INDUS plant einen Konzernumsatz von 1,1 bis 1,3 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis von mehr als 100 Mio. Euro; Ziel ist es zudem, möglichst das Ergebnis von 2012 zu übertreffen.

Der vollständige Geschäftsbericht der INDUS Holding AG steht unter www.indus.de zum Download zur Verfügung.


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