Legal AI Startup rfrnz erhält siebenstelliges Investment für die Vertragsanalyse

By on Mai 6, 2019

Das Münchner Startup rfrnz automatisiert die Analyse von Verträgen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz. Von nun an können Rechtsanwälte nicht nur Kosten und Zeit sparen, sondern auch Fehler minimieren und für das digitale Zeitalter aufrüsten. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), die UnternehmerTUM Inititative for Industrial Innovators und zwei weitere Investoren unterstützen rfrnz mit einem siebenstelligen Seed Investment. Mit den Geldern sollen das Wachstum und die weitere Entwicklung des Teams und der Technologie finanziert und vorangetrieben werden.

Die Analyse von Verträgen ist bis heute ein weitgehend manueller Prozess. Rechtsanwälte in Kanzleien und Unternehmen verbringen viel Zeit mit der Identifikation von relevanten Inhalten und Prüfung von Risiken. Dies ist nicht nur zeitaufwändig und teuer, sondern auch fehleranfällig. Das Team von rfrnz wirkt diesem mühsamen Verfahren mit intelligenter Technologie entgegen.

„Die Analyse von Verträgen ist oftmals ein Bottleneck in Rechts- und Einkaufsprozessen,“ sagt Co-Founder und CEO Dr. Sven von Alemann. „Wir wollen Kanzleien, Rechtsabteilungen und Einkaufsabteilungen dabei unterstützen, ihre Arbeit zu digitalisieren und zu automatisieren, um damit auch intern zum Beschleuniger zu werden.“

rfrnz nutzt state-of-the-art Machine Learning und Natural Language Processing Algorithmen. Dadurch wird die Vertragsprüfung künftig automatisiert und optimiert. Die Kunden können mit der rfrnz Contract Intelligence Platform relevante Informationen in Verträgen wie Themen, Klauseln oder Einzeldaten identifizieren und extrahieren. Außerdem können Anomalien erkannt und damit auf unübliche oder fehlende Klauseln hingewiesen werden. Diese Vorteile haben bereits einige Kunden überzeugt und die Technologie wurde schon erfolgreich bei DAX-30 Konzernen, mittelständischen Unternehmen und Kanzleien implementiert.

„Mit rfrnz wird ein wesentlicher Teil der anwaltlichen Wertschöpfungskette automatisiert sowie Prozesseffizienz und Kosteneinsparung für den Kunden realisiert. Wir sind überzeugt, dass sich der Markt für AI-basierte Rechtsdienstleistungen sehr stark entwickeln wird und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit mit dem engagierten Team der rfrnz GmbH”, ergänzt Kristin Müller, Investment Managerin des High-Tech Gründerfonds.

Über die rfrnz GmbH
Die rfrnz GmbH mit Sitz in München und Berlin wurde 2017 gegründet und durch ein EXIST Gründerstipendium gefördert. Das Team um CEO Dr. Sven von Alemann, CTO Moritz Biersack und Chief Scientist Dr. Adriaan Schakel hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Ihre Vision ist es, mit rfrnz die Basistechnologie für die Bearbeitung und Analyse von Verträgen zu schaffen, die in Zukunft bei jeder Vertragsprüfung zum Einsatz kommt. – www.rfrnz.com

Über High-Tech Gründerfonds
Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Startups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von insgesamt 892,5 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds sowie einem internationalen Partner-Netzwerk hat der HTGF seit 2005 bereits mehr als 520 Startups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Startup-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Entrepreneurial-Spirit und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Branchen Software, Medien und Internet sowie Hardware, Automation, Healthcare, Chemie und Life Sciences. Über 2 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in rund 1.400 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds Anteile an mehr als 100 Unternehmen erfolgreich verkauft.

Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, Bayer, Boehringer Ingelheim, B.Braun, Robert Bosch, BÜFA, CEWE, Deutsche Post DHL, Dräger, Drillisch AG, EVONIK, EWE AG, Haniel, Hettich, Knauf, Körber, LANXESS, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, PHOENIX CONTACT, Postbank, QIAGEN, RWE Generation SE, SAP, Schufa, Schwarz Gruppe, STIHL, Thüga, Vector Informatik, WACKER und Wilh. Werhahn KG. – www.htgf.de

Über UnternehmerTUM Initiative for Industrial Innovators
Die Initiative for Industrial Innovators ist eine grenzüberschreitende Initiative zur Finanzierung von bis zu 2000 disruptiven Deep Tech Teams und frühphasigen Start-ups durch schnell einsatzbereite Finanzierungsinstrumente. Die Initiative hat Ihren Ursprung in der UnternehmerTUM und wird u.a. vom Europäischen Investitionsfonds/ InnovFin Equity mit finanzieller Bezuschussung durch die Europäischen Union mittels der Horizont 2020 Finanzinstrumente und der Europäischen Partnerschaft für strategische Investments (“EFSI“), die unter dem Investmentplan für Europa aufgesetzt wurde, unterstützt. Der Zweck von EFSI besteht darin, die Finanzierung und Umsetzung produktiver Investments in der Europäischen Union zu unterstützen und einen erhöhten Zugang zu Finanzierungsmitteln für Start-ups und andere KMUs zu gewährleisten. – www.industrialinnovators.eu


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