MBG Berlin-Brandenburg: 30 neue Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen

By on April 24, 2013

30 neue Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen in Berlin und Brandenburg: Mit ihrem mittelstandsorientierten Beteiligungsangebot verzeichnet die MBG Berlin-Brandenburg ein gutes Geschäftsjahr 2012 – Beteiligungsunternehmen erwirtschaften 2012 cirka 700 Mio. Euro.

Vorbehalte im Mittelstand gehen zurück
Eine Million Euro hat das Potsdamer Unternehmen drinkdirect mit Hilfe der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg investiert, um die Getränke-Marke Conelly zu übernehmen. Ungewöhnlich, denn die Vorbehalte des Mittelstandes gegenüber Finanzinvestoren wie der MBG sind nach wie vor groß. Nur jeder fünfte Mittelständler kann sich eine Beteiligung eines Investors an seinem Unternehmen vorstellen. Diese Vorbehalte spürt auch die MBG.

Beteiligungsportfolio wächst leicht
Zwar reicht das Niveau im Neugeschäft 2012 nicht an die Vorjahreswerte, der Beteiligungsbestand ist in Anzahl und Betrag jedoch weiter – wenn auch nur leicht – gewachsen. Im Berichtsjahr 2012 wurden 30 neue Beteiligungen über insgesamt 6,7 Mio. Euro (Vorjahr:6,4 Mio.) vertraglich vereinbart. Die durchschnittliche Beteiligungshöhe liegt bei 164.000 Euro. Das Beteiligungsportfolio der MBG erhöhte sich damit auf 205 (Vorjahr:199) Engagements an Berliner und Brandenburger Unter- nehmen mit einem Beteiligungsvolumen von 42 Mio. Euro (Vorjahr 44 Mio.). Der Rückgang im Beteiligungsvolumen verweist verstärkt außerplanmäßige – vorfristige – Rückzahlungen durch erfolgreiche Beteiligungsunternehmer. Die Erträge aus Beteiligungen steigen 2012 von 5,0 (2011) auf 5,3 Mio. Euro.

700 Mio. Umsatz, 7.800 Arbeitsplätze
Die Beteiligungsunternehmen der MBG Berlin-Brandenburg erwirtschafteten 2012 etwa 700 Mio. Euro Umsatz und beschäftigen 7.800 Mitarbeiter. Insgesamt haben die 15 deutschen MBGen dem deutschen Mittelstand 2012 etwa 170 Mio.Euro neu zur Verfügung gestellt.

50 Prozent aller Mittelstands-Beteiligungen über MBG
50 Prozent aller Beteiligungsfinanzierungen im bundesdeutschen Mittelstand werden über Mittelständische Beteiligungsgesellschaften realisiert. Diese machen aber nur fünf Prozent des Finanzierungsvolumens aus Beteiligungsfinanzierungen. Grund für diese Diskrepanz sei, so Waltraud Wolf, Geschäftsführerin der MBG, ein auf den Mittelstand zugeschnittenes Beteiligungsangebot, welches im Gegensatz zu anderen Arten von Beteiligungskapital Beteiligungen schon über kleine Beträge ab 50.000 Euro eingeht und welches die unternehmerische Entscheidungshoheit beim Unternehmer belässt.

Verteilung nach Branchen – Industrie weit vorn
Dienstleistungsunternehmen fragen Beteiligungen 2012 am häufigsten an. 34 Prozent des Beteiligungsvolumens des vergangenen Jahres ging an Unternehmen dieser Branche, gefolgt von Industriebetrieben (33 Prozent). Des Weiteren hat sich die MBG im vergangenen Jahr an Großhandelsbetrieben (10 Prozent) oder Handwerks- und Einzelhandelsunternehmen (8 Prozent/4 Prozent) beteiligt.
Beteiligungen an Industrieunternehmen machen damit zum Ende des Jahres 2012 fast 40 Prozent des MBG-Portfolios aus, 18 Prozent sind Beteiligungen an Dienstleistungsunternehmen, gefolgt vom Großhandel (12 Prozent), dem Einzelhandel (8 Prozent) und dem Handwerk (7 Prozent).

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Für die kommenden Jahre erwartet die MBG ein sich leicht belebende Nachfrage nach Beteiligungsfinanzierungen. Die neuen, verschärften Eigenkapitalrichtlinien für Kreditinstitute (Basel III) sollten eine zusätzliche Attraktivität der Beteiligungsfinanzierung schaffen.
Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der teilweise hohen Verschuldungsraten einiger EU-Mitgliedsländer, die kurz- oder mittelfristig zu einer Rezession führen und so auch Auswirkungen auf Beteiligungsunternehmen haben könnten.


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