Mehr Mut zu M&A im Mittelstand: HSH Corporate Finance stellt EBITDA-Multiples ins Netz

By on Oktober 31, 2013

HSH Corporate Finance macht Unternehmenswerte transparent

Der Kauf und Verkauf von deutschen Unternehmensanteilen hat im dritten Quartal 2013 eine Höchstmarke erreicht. Nach aktuellen Zahlen des Branchendienstes Merger Market war der Zeitraum Juli bis September 2013 mit einem Umsatz von 23,4 Milliarden Euro das stärkste dritte Merger & Akquisitions-Quartal seit dem Krisenjahr 2008. Insgesamt kletterte der Wert der gehandelten Unternehmen von Januar bis September 2013 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 32 Prozent auf 58,6 Milliarden Euro.
„Im internationalen Vergleich hängt Deutschland beim strategischen Kauf und Verkauf von Unternehmen den angloamerikanischen Volkswirtschaften aber immer noch hinterher“, sagt Markus Schütz, Geschäftsführer des M&A-Spezialisten HSH Corporate Finance. „Gerade im deutschen Mittelstand wird der Kauf oder Verkauf von Unternehmensteilen strategisch noch vergleichsweise wenig genutzt. Gemessen an der reinen Zahl der Unternehmen ist der Anteil der M&A-Aktivitäten bei US-amerikanischen Firmen doppelt so hoch wie in Deutschland.“ Betrachtet man nur den Mittelstand, vergrößert sich der Rückstand weiter, so Ergebnisse der Analysehäuser PwC und RBS. Danach führt in den USA derzeit jedes vierte mittelständische Unternehmen eine Übernahme durch. In Deutschland ist nur jede zehnte Firma in diese Richtung aktiv, an einen Verkauf von Teilen des Unternehmens denkt sogar nur jeder hundertste Unternehmer hierzulande.

EBIT-Multiple: Firmenwert-Berechnung auf Ertragsbasis
„Gerade Unternehmer und Firmen im Familienbesitz haben in Deutschland traditionell eine emotionalere Bindung an ihre Firmen. Strategische Zukäufe konnten bei uns daher noch nicht die gleiche Stellung als Instrument erobern wie in den USA oder Großbritannien, wo Gründen, Aufbauen und Verkaufen ein viel üblicherer Weg ist“, erläutert Schütz seine Erfahrung aus der Diskussion mit vielen mittelständischen Unternehmenslenkern. „Manchmal fehlt aber auch nur die Vorstellung, was das eigene Unternehmen wert ist – oder was ein interessanter Übernahmekandidat kosten darf, der die eigene Produktion, die Produktpalette oder den Vertrieb optimal ergänzen kann.“
Hier will die HSH Corporate Finance Unternehmern in Zukunft mehr Orientierung geben. Im ersten Schritt stellt der M&A-Berater ab sofort aktuelle Bewertungsfaktoren, die sogenannten EBITDA-Multiples für die Schwerpunktbranchen ins Netz. Das EBIT (Gewinn vor Zinskosten und Steuern) und das EBITDA (Vorsteuergewinn vor Zinskosten und Abschreibungen), sind bekannte Kennziffern für Unternehmer, der Multiple bezeichnet den Faktor, mit dem der Gewinn multipliziert wird, um einen möglichen Kaufpreis zu ermitteln.

EBITDA-Multiple: Orientierung für die strategische Geschäftsentwicklung
„Der EBITDA-Multiple hat sich neben dem EBIT-Multiple als wichtige Orientierungsgröße in der Unternehmensbewertung etabliert. Die Zahlen sind in den Bilanzen verfügbar. Kennt man den Multiple für die eigene Branche, lässt sich überschlagen, wo das eigene Unternehmen steht oder auch ob man sich die Übernahme eines interessanten Partners leisten kann“, erklärt Schütz. Dabei variiert der EBITDA-Multiple stark je nach Branche, hängt aber auch von der Unternehmensgröße, dem Geschäftsmodell und der Umsatzrentabilität ab. Mit der Veröffentlichung aktueller EBITDA-Multiples will die HSH Corporate Finance vor allem mehr Transparenz in ihren Kernmärkten schaffen:  Healthcare (Gesundheit, Pharma und Medizintechnik), Schifffahrt / Logistik sowie Industrials.
Für die Zukunft geplant ist eine quartalsweise Aktualisierung, da die EBITDA-Multiples je nach allgemeiner Wirtschaftslage, aktueller Interessenlage und Zukunftsaussichten der jeweiligen Branche deutlich schwanken. Eine Unternehmensbewertung ersetzen soll die Tabelle ausdrücklich nicht. „Wer sich konkret mit dem An- oder Verkauf von Unternehmensteilen oder ganzen Firmen beschäftigt, wird eine detaillierte Bewertung vornehmen, die die individuellen Faktoren berücksichtigt“, so Schütz. „Wir wollen Unternehmer und das Management im Mittelstand aber dabei unterstützen, das Thema Zukäufe als Option stärker wahrzunehmen und in der Planung gezielter zu berücksichtigen. Dafür stellen Multiples einen schnell verfügbaren Anhaltspunkt dar.“

EBITDA-Multiples nach Branchen  /  Bandbreite
Medizintechnik    7 – 14
Pharma    8 – 10
Krankenhäuser / Pflegeheime    7 – 10
Dienstleister im Gesundheitswesen    8 – 11
Schifffahrt: Tanker    bis zu 12
Schifffahrt: Bulker    9 – 11
Schifffahrt: Container    8 – 10
Logistik mit eigener Fahrzeugflotte    4 – 7
Logistik mit Schwerpunkt Dienstleistung    7 – 10
Automotive    3 bis über 8

Stand: Oktober 2013 – Quelle: HSH Corporate Finance


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