Mie­bach-Stu­die 2018: M&A in der Lo­gis­tik­in­dus­trie be­lieb­t, aber noch nicht stra­te­gisch eta­bliert

By on September 14, 2018

Die Bedeutung von Firmenakquisitionen steigt bei Logistikdienstleistern, doch kaum ein Unternehmen hat organisatorische Voraussetzungen geschaffen, um sich strukturiert mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dies ist ein Ergebnis der in Mai und Juni durchgeführten Befragung von deutschen Finanzinvestoren und Logistikdienstleistern über Mergers & Acquisitions durch das Beratungsunternehmen Miebach Consulting in Zusammenarbeit mit der DVZ.

„Mehr und mehr Unternehmen erkennen in M&A ein strategisches Tool, um Wachstumschancen aktiv zu gestalten. Aber dennoch muss festgestellt werden, dass es nur wenige Unternehmen mit einem institutionalisierten M&A-Ansatz gibt. Soll M&A wirklich Teil der Unternehmensstrategie werden, müssen die Unternehmen hier deutlich nachlegen“ – sagt Dr. Klaus-Peter Jung, Mitglied der Geschäftsleitung, Miebach Consulting.

Die Motivation für Firmenkäufe ist in erster Linie der Wunsch nach Knowhow-Erwerb, insbesondere in den Bereichen IT und Prozesse, sowie der Zugang zu neuen Kundengruppen.

Am beliebtesten hinsichtlich Übernahmen sind Dienstleister mit einem Branchenfokus auf diskrete Fertiger (zum Beispiel Maschinen- und Anlagenbau), gefolgt von Unternehmen mit Schwerpunkten im Konsumgüterbereich sowie in der Lebensmittel- und Getränkelogistik. Ebenfalls an der Spitze der Beliebtheitsskala behauptet sich das Segment Pharma/Chemie. Automotive rutscht auf den fünften Rang ab.

Rund 85 Prozent der befragten Logistikdienstleister können sich auch eine Investition in ein Logistik-Start-up vorstellen. Beliebt sind dabei Start-ups mit technologiebasierten Services, reine Dienstleistungsanbieter sind weniger gefragt.

Für Übernahmeentscheidungen genießen kontraktlogistikbezogene Services eine höhere Attraktivität als transportbezogene Leistungen. Überraschenderweise haben aber Linien- und Stückgutverkehre deutlich an Attraktivität gewonnen, während Luftfracht und B2C/E-Commerce gegenüber 2015 an Attraktivität verloren haben (analog der rückläufigen Attraktivität von Fashion).

Scheitert eine Transaktion im Vorfeld, so liegt dies aus Sicht der Befragten vielfach an den sehr unterschiedlichen Kaufpreisvorstellungen sowie teilweise auch an der fehlenden Belastbarkeit von Daten. In der Post-Merger-Phase sind die Ressourcenknappheit in der Integrationsphase oder mangelnde Integrationsbemühungen, unterschiedliche kulturelle Auffassungen im Management sowie dem Unvermögen, Synergien zu heben, Gründe für das Scheitern.

Die Studienbroschüre kann bei Ralf Hoffmann (E-Mail: hoffmann@miebach.com) kostenfrei angefordert werden.


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