Neue Studie (H.C.F. Hanse Corporate Finance): Die deutsche Private Equity Branche 2012: Markttrends – Strategien – Strukturen.

By on Juli 19, 2012

Die hohe Unsicherheit an den Finanzmärkten belastet weiterhin das M&A-Geschäft in Deutschland und Europa. Insbesondere große Übernahmen lassen angesichts volatiler Marktbedingungen und kartellrechtlicher Beschränkungen auf sich warten. Zugleich zügelt die Krise im Euroraum auch den Appetit der Private-Equity-Branche auf neue Übernahmen – nicht zuletzt als Folge der unverändert schwierigen Refinanzierungsbedingungen.
Vor diesem Hintergrund hat das Center for Entrepreneurial and Financial Studies (CEFS) der Technischen Universität München in Zusammenarbeit mit H.C.F. Hanse Corporate Finance GmbH nun zum zweiten Mal nach 2010 die Beteiligungsfirmen im deutschsprachigen Raum dazu befragt, wie sie die Chancen und Risiken für die Private Equity Branche einschätzen. Ziel der Befragung war es, aktuelle Einschätzungen, Tendenzen und zukünftige Entwicklungen zeitnah zu identifizieren und einen Vergleich zu 2010 herzustellen. Dazu wurden Ende April 2012 insgesamt 119 Private Equity Gesellschaften zu ihren Erwartungen bezüglich Investitionstätigkeit, Portfoliozusammensetzung, Exitmöglichkeiten sowie zu den Auswirkungen der konjunkturellen Entwicklung auf die Portfoliounternehmen befragt. Die Rücklaufquote betrug erfreuliche 34%.
Angesichts der schwer zu prognostizierenden Finanzmarktentwicklung fällt ein Ausblick auf den weiteren Jahresverlauf schwer. Dies sehen auch die Teilnehmer unserer Befragung so. Erst sobald die Kapitalmärkte ihr Vertrauen zurückgewinnen, wird auch auf dem Private Equity Markt wieder mehr Aktivität zu sehen sein und sich das Investitionsniveau erhöhen.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Branche grundsätzlich positiv gestimmt ist und mit einer zunehmenden Transaktionsaktivität in der zweiten Jahreshälfte rechnet. Gegenüber dem Jahr 2010 sind die Aussichten allerdings zurück-haltender. Neben dem gesamt-wirtschaftlichen Umfeld hängt die Entwicklung des Transaktionsmarktes vorwiegend auch von den Finanzierungsmöglichkeiten ab.
Die Zahl der Fremdfinanzierungen hat sich in den letzten zwei Jahren im Vergleich zur Gesamtzahl der Transaktionen unterproportional entwickelt. Gingen 2010 noch 57% der Umfrageteilnehmer davon aus, dass sich das Finanzierungsumfeld nachhaltig verbessert, so sind es 2012 nur noch  magere 23%.
Die Befragung zeigt deutlich, dass die Finanzinvestoren auf die wirtschaftlichen Veränderungen eingehen und bereit sind einen höheren Eigenkapitalanteil einzusetzen. Marktteilnehmer die eine hohe Eigenkapitalfinanzierung auf-bringen können, haben künftig einen erheblichen Wettbewerbsvorteil. Investoren die auf hohe Leverages angewiesen sind, bleiben außen vor.

Die komplette Studie ist als pdf-Dokument hier downloadbar


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