Stimmung am Beteiligungsmarkt hellt sich auf

By on Mai 14, 2013
  • Relativ optimistische Konjunktureinschätzungen sorgen für positive Impulse
  • Gegenläufige Trends: Spätphasenfinanciers deutlich im Plus, Frühphasensegment hingegen stagniert

Relativ optimistische Konjunktureinschätzungen sorgen im Frühjahr 2013 für gute Stimmung am deutschen Beteiligungsmarkt. Das German Private Equity Barometer steigt im ersten Quartal um 7,6 Zähler auf 40,1 Punkte und übertrifft damit seinen langfristig Durchschnitt um 4 Zähler. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate sind im Plus (+1,5 bzw. +13,8 Zähler).

Auch die positive Beurteilung weiterer Faktoren trägt zur Aufhellung des Geschäftsklima bei: Die Beteiligungsgesellschaften berichten von steigender Nachfrage nach Beteiligungskapital und von sehr guter Qualität bei den eingereichten Businessplänen.

Die beiden Segmente des German Private Equity Barometers erleben derzeit allerdings unterschiedliche Trends: Während die Stimmung bei den Spätphasenfinanzierern des Beteiligungsmarktes einen deutlichen Aufschwung verzeichnet (+8,6 Zähler), stagniert sie im Frühphasensegment nahezu (+2,1 Zähler). Grund hierfür ist hauptsächlich eine nach wie vor große Zurückhaltung der Kapitalgeber in der Frühphase, so dass der Zugang zu Mitteln für die Finanzierung von Deals hier weiter schwierig ist. Die Spätphasenfinanciers hingegen, die ihre Transaktionen häufig mit Fremdkapitalhebeln finanzieren, profitieren von gutem Kreditzugang und vom derzeit niedrigen Zinsniveau.

Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW, kommentiert das aktuelle German Private Equity Barometer wie folgt: „Die positiven Marktbedingungen und intensive Suche institutioneller Investoren nach renditeträchtigen Anlagemöglichkeiten müssten den Frühphasenfinanzierern eigentlich das Fundraising erleichtern. Stattdessen stellen wir fest, dass mehr als die Hälfte von ihnen die Fundraising-Situation noch immer als schlecht bewertet. Das ist problematisch, da die privaten Mittel für die Finanzierung von Innovationen fehlen, die die Qualität der Investment-Proposals anscheinend versprechen.“

BVK-Geschäftsführerin Ulrike Hinrichs ergänzt: „Auch wenn das Fundraising derzeit für alle Beteiligungsgesellschaften eine Herausforderung ist, bin ich optimistisch, dass sich die deutschen Venture Capital-Gesellschaften im internationalen Wettbewerb um Kapital durchsetzen werden. Institutionelle Investoren wissen den Investitionsstandort Deutschland zu schätzen. Seine Attraktivität beweisen nicht zuletzt die sehr positiven Einschätzungen der Beteiligungsgesellschaften in Bezug auf Qualität und Anzahl des Dealflows und die äußerst optimistischen Konjunktureinschätzungen.“

Die KfW berechnet das German Private Equity Barometer zusammen mit dem BVK exklusiv für das Handelsblatt. Eine ausführliche Analyse steht unter www.kfw.de/gpeb zum Download zur Verfügung.


Mehr Informationen zu dieser und vielen anderen Transaktionen erhalten Sie HIER


Über 25.000 recherchierte Transaktionen seit 2005 - Legen Sie sich Ihre eigene Datenbank zu!