Studie: Risikokapital in Österreich – Angebots- und Nachfrageseitige Erklärungsfaktoren für die geringe Ausprägung

By on April 18, 2013

Die AVCO freut sich, die im Auftrag des Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend und der aws erstellte Studie „Risikokapital in Österreich – Angebots- und Nachfrageseitige Erklärungsfaktoren für die geringe Ausprägung“ zu veröffentlichen.

Ziel der vorliegenden Studie war:
•    die Situation am österreichischen Risikokapitalmarkt im internationalen Kontext zu erfassen und zu analysieren,
•    Entwicklungstrends aufzuzeigen und
•    wesentliche Hemmnisse, Potentiale für die weitere Entfaltung des österreichischen Risikokapitalmarktes herauszuarbeiten.

Es hat sich gezeigt, dass Risikokapital für die Finanzierung innovativer KMU nach wie vor eine große Rolle spielt. Rund 67% der befragten risikokapitalfinanzierten Unternehmen geben an, dass ohne die Finanzierung ein Überleben nicht möglich gewesen wäre, rund 33% sind überzeugt, dass Risikokapital zu einer besseren Unternehmensentwicklung geführt hat.

Insgesamt zeigt die Studie klare wirtschaftspolitische Ansatzpunkte zur Stärkung des österreichischen Risikokapitalmarktes:

Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise war vor allem das in junge, innovative KMU investierte Risikokapital (Frühphasenfinanzierung) sowohl auf europäischer Ebene als auch in Österreich stark rückläufig. Zwischen 2007 – 09 geht das investierte Kapital in Österreich um etwa 30% zurück und zeigt auch danach keine Erholungstendenzen. Die Schere zwischen der europäischen und der österreichischen Marktentwicklung hat sich dadurch seit 2009 weiter vergrößert. Eine Analyse auf der Nachfrageseite macht deutlich, dass trotz dieser Entwicklung von Seiten der Unternehmen auch weiterhin ungebrochenes Interesse an Risikokapitalinvestitionen besteht. Das Fazit kann daher lauten: Den österreichischen Risikokapitalgebern geht das Geld aus, obwohl ausreichend Bedarf für Investitionen besteht.

Vor diesem Hintergrund verweist die Studie auf die folgenden wirtschafspolitischen Ansatzpunkte:
•    Es sind dringend geeignete Maßnahmen zur Belebung der Frühphasenfinanzierung notwendig
•    Es sollte eine eigenständige rechtliche Struktur für Risikokapitalfonds geschaffen werden, die sich harmonisch in die neue europäische Marktregulierung für Risikokapital einfügt (AIFMD und R-EUVECA).
•    Bei der Umsetzung der europäischen Regulierung in Österreich muss darauf geachtet werden, für kleine österreichische Fonds angemessene und nicht zu große administrative Belastungen sicherzustellen.
•    Österreich sollte sich langfristig dafür einsetzen, dass die europaweite Regulierung für kleine Risikokapitalfonds (R-EUVECA) auch wirklich für alle kleinen Fonds Gültigkeit hat und nicht nur für eine bestimmte Teilgruppe.

Mit der Durchführung wurde das Projektteam bestehend aus AVCO, Improveo, WIFO, KPMG) beauftragt, das nicht nur über wissenschaftliches Know-how zum Thema, sondern auch über einschlägige praktische Erfahrung verfügt. Als Grundlage für die empirischen Arbeiten dienten Sekundärdaten die dem Team zum Teil exklusiv zur Verfügung standen sowie Expertengespräche und die Ergebnisse von zwei Fragebogenerhebungen.

Die Studie ist downloadbar auf der Homepage der AVCO im Downloadcenter/ Bereich „know-how“: Download Studie „Risikokapital in Österreich“

Über die AVCO – Austrian Private Equity and Venture Capital Organisation
Die AVCO ist als Dachorganisation der österreichischen Beteiligungskapitalindustrie und Corporate Finance Dienstleister Ansprechpartner für alle Fragen zu Private Equity und Venture Capital.
Die AVCO richtet sich zurzeit neu aus und schließt Investoren, Unternehmen und Professionals der Branche in ihren Mitgliederkreis mit ein. Weiters werden zurzeit zusätzliche Service-Angebote entwickelt und implementiert.
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