vasopharm schließt Finanzierungsrunde über EUR 9,5 Millionen ab

By on Juli 11, 2019

Die vasopharm GmbH, ein privates biopharmazeutisches Unternehmen, das eine neuartige Therapie für Schädelhirntrauma entwickelt, gab heute den erfolgreichen Abschluss einer weiteren Finanzierung in Höhe von 9,5 Mio. € bekannt. Co-Lead-Investoren der Runde sind HeidelbergCapital Private Equity und EF Investments, außerdem beteiligen sich die Bestandsinvestoren Bayern Kapital, Future Capital, Kunden der Hanseatic Asset Management und Ringtons Holdings. Darüber hinaus begrüßt vasopharm Creathor Ventures als neuen Investor. Christian Leikert, Partner bei Creathor Ventures, wird Mitglied des Beirats von vasopharm.

Das Hauptprodukt von vasopharm, Ronopterin (VAS203), befindet sich in einer klinischen Phase-III-Studie zur Behandlung von Patienten mit mittelschwerem bis schwerem geschlossenem Schädelhirntrauma (SHT). SHT ist unter jungen Erwachsenen in entwickelten Ländern die häufigste Todesursache und Ursache für dauerhafte Behinderungen. Bislang gibt es keine bestehende medikamentöse Behandlung.1

Ronopterin, ein allosterischer iNOS (inducible Nitric Oxide Synthase)-Inhibitor, befindet sich derzeit in einer 220 Patienten umfassenden europäischen Zulassungsstudie NOSTRA III (NO Synthase in TRAumatic Brain Injury). Die Rekrutierung von Patienten für die Studie soll im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden. vasopharms NOSTRA III Studie ist weltweit das am weitesten fortgeschrittene kommerzielle pharmakologische Programm an SHT-Patienten, das sich derzeit in klinischen Studien befindet.

Die Finanzierung ermöglicht es vasopharm, die CMC (Chemistry, Manufacturing, and Controls)-Scale-up- und Stabilitätsprüfungen in Vorbereitung auf die Produktion im kommerziellen Maßstab abzuschließen, bevor ein möglicher Marketing-Zulassungsantrag (MAA) bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eingereicht werden kann. Darüber hinaus wird das Unternehmen alternative Indikationen sondieren, die einen ähnlichen Wirkmechanismus aufweisen.

Christian Wandersee, CEO von vasopharm, kommentierte: „Nach der Empfehlung des Data Monitoring Committee (DMC), die NOSTRA-III-Studie protokollgemäß fortzusetzen, freuen wir uns, diese Finanzierungsrunde abzuschließen, und verfügen nun über die Ressourcen, um alle notwendigen Schritte zur Unterstützung einer möglichen Einreichung der klinischen Daten bei den Behörden im Jahr 2020 durchzuführen. Wir freuen uns, Creathor Ventures bei vasopharm begrüßen zu dürfen und danken unseren bestehenden Investoren für ihre kontinuierliche Unterstützung. Diese Mittel werden es uns ermöglichen, sowohl für Ärzte als auch für Patienten, die mit den verheerenden und teils lebenslangen Folgen von Schädelhirntraumata konfrontiert sind, eine wesentliche Therapieoption zu anzubieten.“

Schädelhirntrauma ist die Ursache für rund 2,5 Millionen Notaufnahmen jährlich allein in Europa, rund 1 Million Krankenhauseinweisungen, fast 75.000 Todesfälle und rund 100.000 Fälle schwerer Langzeitbehinderung (z.B. funktionelle und kognitive Störungen, Lernbehinderungen). Die globale wirtschaftliche Belastung durch Schädelhirntraumata wird auf etwa 400 Milliarden US-Dollar geschätzt, wenn man auch die indirekten Kosten (z.B. Produktivitätsverlust) berücksichtigt.

Über vasopharm GmbH:

vasopharm ist ein Pharmaunternehmen, das sich auf die Entwicklung einer Therapie zur Behandlung von Schädelhirntraumata spezialisiert hat. Der Produktkandidat von vasopharm, VAS203 (Ronopterin), befindet sich derzeit in einer Phase-III-Studie zur Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit von VAS203 bei der Behandlung von Patienten mit mittelschwerem bis schwerem geschlossenem Schädelhirntrauma.

Aktuelle Ansätze zur Behandlung von akutem Schädelhirntrauma konzentrieren sich primär auf die das kurzfristige Überleben der SHT-Patienten und haben keinen signifikanten Einfluss auf die Reduzierung langfristiger körperlicher und kognitiver Defizite. VAS203 vermeidet unerwünschte Nebenwirkungen, kombiniert mit einer beispiellosen klinischen Wirksamkeit. Die europäische Aufsichtsbehörde EMA hat VAS203 den Orphan-Drug-Status für mittelschwere bis schwere Hirnverletzungen erteilt.

vasopharm wurde im Juli 1998 als Spin-off der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg von Prof. Dr. Harald Schmidt, Professor für Pharmakologie und Toxikologie, und Prof. Dr. Ulrich Walter, Professor für Klinische Biochemie und Pathobiochemie, gegründet. Bislang hat das Unternehmen in mehreren Finanzierungsrunden von verschiedenen Family Offices und Venture-Capital-Investoren rund 50 Millionen Euro eingeworben.

Weitere Informationen finden Sie unter www.vasopharm.com


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