Zukunftsweisende Innovation für Schmerztherapie der Dolosys GmbH wird vom HTGF finanziert

By on Mai 15, 2013

Die Dolosys GmbH, eine Ausgründung aus der Charité – Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, erhält eine Seed-Finanzierung vom High-Tech Gründerfonds (HTGF) und m2f investment Ltd.  Das Berliner Start-up hat einen Schmerzmonitor entwickelt, mit dem die Schmerztherapie bei nicht-mitteilungsfähigen Intensivpatienten und chronischen Schmerzpatienten optimiert werden kann. Mit der eingeworbenen Finanzierung wird die Dolosys GmbH die Entwicklung abschließen und den Schmerzmonitor nach erfolgreicher Zertifizierung als Medizinprodukt 2014 auf den Markt bringen.

Erst im vergangenen Jahr hatte das Gründerteam seine Geschäftsidee beim bundesweiten Wettbewerb für Life Sciences und Chemie, dem „Science4Life Venture Cup“, eingereicht und den vierten Platz belegt. Die innovative Idee und Technologie konnte im nächsten Schritt auch die Investoren überzeugen: Insbesondere bei der Ableitung der optimalen Dosierung von Schmerzmitteln bei sedierten Intensivpatienten stößt die moderne Medizin bisher an ihre Grenzen. Bis jetzt gibt es kein Gerät, welches Ärzten erlaubt, die Schmerzausschaltung durch Opioide und andere Schmerzmittel verlässlich zu bestimmen. Bei der Abschätzung der erforderlichen Dosis, ist der Arzt immer noch auf eine sehr subjektive Beurteilung auf Basis der Patientenmimik und Haltung der Extremitäten angewiesen.
„Mit dem Schmerzmonitor werden Ärzte zukünftig ein objektives und spezifischeres Kriterium zur Abschätzung der Schmerzausschaltung an der Hand haben. Damit wird eine individualisierte und punktgenaue Schmerztherapie möglich“, beschreibt Geschäftsführer Priv.-Doz. Dr. med. Jan Baars die Vorteile des Gerätes. Eine optimierte Schmerztherapie ist deshalb wichtig, weil sowohl eine Über- als auch eine Unterdosierung der Opioide die kritisch kranken Patienten belastet, zusätzliche Komplikationen fördert und die Heilung verlangsamt.
„Die Dolosys GmbH arbeitet an einer Technologie, die das Potential hat, die Schmerztherapie auf eine neue Stufe zu heben und zu einem neuen Behandlungsstandard zu werden“, begründet
Dr. Christian Jung, Investment-Manager vom High-Tech Gründerfonds die Entscheidung, das junge Unternehmen zu finanzieren. „Die Technologie ist nicht nur für Patienten sehr interessant, sondern auch für Krankenhäuser, die durch die geringere Verweildauer auf der teueren Intensivstation profitieren“, ergänzt Jung.
Neben der Optimierung der Schmerztherapie bei kritisch kranken Intensivpatienten erwartet die Dolosys GmbH, mit dem Schmerzmonitor chronischen Schmerzpatienten bei der richtigen Auswahl der optimalen Therapie helfen zu können.

Über die Dolosys GmbH
Die Dolosys GmbH ist ein medizintechnisches Unternehmen mit dem Schwerpunkt auf der Entwicklung und Produktion von Geräten zur objektiven und individualisierten Messung von Schmerzen und Schmerzausschaltung.
Das von der Dolosys GmbH entwickelte Verfahren nutzt stimulierte Reflexe zur Bewertung der Wirkung der Schmerzmedikamente. Über den Reflexbogen erfasst dieses Verfahren nicht-invasiv die unmittelbare Wirkung der Medikamente im Schmerz verarbeitenden System. Es liefert so eine Einschätzung der Schmerzausschaltung von bisher nicht erreichter Qualität.
Die Dolosys GmbH ist eine Ausgründung aus der Charité -Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Anästhesiologie m. S. operativer Intensivmedizin und wird seit 2012 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des Exist Forschungstransfer Programms gefördert.
www.dolosys.de

Über den High-Tech Gründerfonds
Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologie-Unternehmen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Mit Hilfe der Seedfinanzierung sollen die Start-Ups das F&E-Vorhaben bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines „Proof of Concept“ oder zur Markteinführung führen. Der Fonds beteiligt sich initial mit 500.000 Euro; insgesamt stehen bis zu zwei Millionen Euro pro Unternehmen zur Verfügung. Investoren der Public-Private-Partnership sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die KfW Bankengruppe sowie die 17 Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, B. Braun, Robert Bosch, CEWE Color, Daimler, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Evonik, Lanxess, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, METRO, Qiagen, RWE Innogy, SAP, Tengelmann und Carl Zeiss. Der High-Tech Gründerfonds verfügt insgesamt über ein Fondsvolumen von rund 573,5 Mio. EUR (272 Mio. EUR Fonds I und 301,5 Mio. EUR Fonds II).
www.high-tech-gruenderfonds.de


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