DBAG-Portfoliounternehmen Dantherm erwirbt Trotec GmbH

  • Familiengeführter Anbieter mobiler und stationärer Klimatisierungslösungen
  • Breiteres Produktangebot, größere geografische Abdeckung und zusätzlicher Vertriebskanal
  • Attraktive Markttrends

Die Dantherm Group (Dantherm), ein Unternehmen aus dem Portfolio des DBAG Fund VIII, erwirbt die Trotec GmbH. Trotec ist ein gründergeführtes Unternehmen, das mobile Klimatisierungsprodukte herstellt und vertreibt. Die Transaktion ist überwiegend fremdfinanziert. Der DBAG Fund VIII begleitet die Transaktion darüber hinaus mit einer Kapitalzufuhr von bis zu 15 Millionen Euro; davon entfällt auf die Co-Investition der Deutschen Beteiligungs AG (DBAG) knapp ein Viertel. Unternehmensgründer Detlev von der Lieck beteiligt sich im Zuge der Transaktion signifikant an der neu formierten Gruppe und wird künftig dem Beirat des Unternehmens angehören.

Der von der DBAG beratene DBAG Fund VIII hatte sich im November 2021 im Zuge eines Management-Buy-outs mehrheitlich an Dantherm beteiligt und 99 Millionen Euro investiert, davon entfallen gut 22 Millionen Euro auf die DBAG. Die Möglichkeit, über anorganisches Wachstum eine in Europa führende Position zu erreichen, ist zentraler Bestandteil der Wertsteigerungs­strategie. Die aktuelle Transaktion führt zu einer Verbreiterung der geo­grafischen Marktabdeckung und des Produktangebots sowie zu einer Ergänzung um einen zunehmend wichtigeren Verkaufskanal. Beide Unternehmen vereinen rund 360 Millionen Euro Umsatz und beschäftigen insgesamt 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Trotec (www.trotec.de) entwickelt, produziert und vertreibt transportable und stationäre Geräte zur Luftentfeuchtung, Kühlung, Beheizung und Belüftung sowie Luftfilter, die in Industrie, Gewerbe und bei Privatkunden zum Einsatz kommen. 2021 hat das Unternehmen mit solchen und weiteren Produkten rund 170 Millionen Euro Umsatz erzielt. Dabei profitierte es, wie Dantherm (www.danthermgroup.com), auch von der Pandemie, die unter anderem zu einer höheren Nachfrage nach Luftfiltern geführt hatte. Trotec wurde 1994 gegründet und beschäftigt inzwischen an Standorten in zehn Ländern 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die meisten davon an seinem Unternehmenssitz in Heinsberg (Nordrhein-Westfalen).

Während Dantherm überwiegend Geschäftskunden beliefert, entfällt knapp ein Drittel des Trotec-Umsatzes auf das Geschäft mit privaten Kunden. Mit einem in mehreren Sprachen erfolgreichen Online-Portal erweitert es die Absatzmöglichkeiten, denn das Dantherm-Geschäft erfolgt bisher überwiegend über Großhändler und andere stationäre Vertriebsformen.

Der Markt für mobile und stationäre Geräte zur Klimatisierung wächst jährlich zwischen vier und sechs Prozent und damit stärker als das Sozialprodukt insgesamt. Das Marktwachstum wird unter anderem durch den Klimawandel und den Wellness-Trend, aber auch durch strengere Vorschriften für einen effizienteren Energieeinsatz bestimmt.

„Dantherm und Trotec ergänzen sich perfekt“, kommentierte Dantherm-CEO Bjarke Brøns die Transaktion; „der Zusammenschluss bietet angesichts der unterschiedlichen Marktkanäle, der großen Produktpalette, der Technologie­plattform und Synergien in der kombinierten Lieferkette erhebliche Chancen.“ Und: „Wir sehen gute Wachstumsmöglichkeiten – organisch in unserem Geschäft, anorganisch in der Umsetzung unserer Akquisitionsstrategie.“ Trotec-Gründer Detlef von der Lieck fügte hinzu: „Ich freue mich, dass Dantherm und Trotec ihre Kräfte mit dem DBAG Fund VIII als starkem Anteilseigner bündeln. Das gibt den Mitarbeitern und dem Unternehmen, das ich vor fast 30 Jahren gegründet habe, hervorragende Zukunftsaussichten.“

„Wir freuen uns, dass wir erneut das Vertrauen eines Unternehmensgründers gewinnen konnten, der in der DBAG den besten Partner zur Weiterentwicklung seines Unternehmens sieht“, sagte DBAG-Vorstandsmitglied Jannick Hunecke jetzt auch mit Blick auf die jüngsten vier Beteiligungen der DBAG, die ebenfalls mit Unternehmensgründern vereinbart wurden.

Die börsennotierte Deutsche Beteiligungs AG initiiert geschlossene Private-Equity-Fonds und investiert – überwiegend an der Seite der DBAG-Fonds – in gut positionierte mittelständische Unternehmen mit Potenzial. Ein Schwerpunkt ist seit vielen Jahren die Industrie. Ein zunehmender Anteil der Eigenkapital­beteiligungen entfällt auf Unternehmen in den Wachstumssektoren Breitband-Telekommunikation, IT-Services und Software sowie Healthcare. Der langfristige, wertsteigernde unternehmerische Investitionsansatz macht die DBAG zu einem begehrten Beteiligungspartner im deutschsprachigen Raum. Das vom DBAG-Konzern verwaltete oder beratene Vermögen beträgt 2,5 Milliarden Euro.