Luft- und Raumfahrtzulieferer in der Corona Krise: M&A und Private Equity als strategische Handlungsoptionen

Das SCS German Industrial Expert Team, ein auf die strategische und operative Beratung von Technologie-getriebenen Unternehmen, insb. Luft- und Raumfahrtzulieferern spezialisierte Frankfurter Beratungsgesellschaft, und die Deutsche Mittelstandsfinanz GmbH, ein Frankfurter M&A-Beratungshaus, arbeiten künftig im Bereich der M&A-Beratung in der Luft- und Raumfahrtindustrie zusammen.

Durch diese Zusammenarbeit bündeln SCS German Industrial Expert Team und Deutsche Mittelstandsfinanz ihr jeweiliges Branchen-Knowhow in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Mandanten beider Häuser können damit auf das strategisch-operative Branchenwissen von SCS German Industrial Expert Team wie auf das Corporate Finance und M&A Beratungs-Knowhow der Deutschen Mittelstandsfinanz GmbH zurückgreifen. Dabei bringt die Deutsche Mittelstandsfinanz als Partner von cfa Corporate Finance Associates auch die weltweite Transaktionserfahrung des cfa M&A Sektor-Teams Aviation / Aerospace / Defense ein.

Gemeinsam haben SCS German Industrial Expert Team und Deutsche Mittelstandsfinanz folgende Einschätzung zur aktuellen Lage der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie entwickelt:

Aktuelle Lage der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie
Die Covid-19-Krise hat die gesamte Luftfahrtbranche erschüttert. Nach 15 Jahren ununterbrochenen Wachstums haben sich die Produktionsraten der OEMs von Flugzeugen und Triebwerken dramatisch reduziert und werden sich mittelfristig auch nicht von diesem niedrigen Niveau erholen. Die OEMs und großen Tier-1-Unternehmen haben mit Personalanpassungen, Insourcing und dem Verkauf von Vermögenswerten Maßnahmen eingeleitet, die ihr Überleben sichern werden. Hinzu kommt, dass diese Unternehmen von den jeweiligen Regierungen als systemrelevant angesehen werden und entsprechende finanzielle Unterstützung erhalten.

Besonders betroffen von der Krise sind die KMU der nachgelagerten Lieferkette (Build-to-Print-Lieferanten, allgemein als Tier 3 bekannt), die in hoher Abhängigkeit der Luftfahrtindustrie stehen. Sie wurden in den letzten Jahren mit Kostensenkungsinitiativen zu Preisnachlässen gezwungen und gleichzeitig aufgefordert, ihre Kapazitäten zu erweitern, um sich auf Produktionsraten von mehr als 60 Flugzeugen pro Monat vorzubereiten. Viele dieser mittelständischen Unternehmen haben in den zukünftigen Hochlauf der Fertigungsraten investiert und sind heute oft nicht mehr in der Lage, ihre Kredite für die getätigten Investitionen zu bedienen und, wenn die Kurzarbeit ausläuft, die Personalkosten zu decken. Viele dieser Unternehmen sind jedoch wichtiger Bestandteil der Supply Chain und stellen im Insolvenzfall ein hohes Risiko für OEM und Systemlieferanten dar.

Es gibt unterschiedliche Annahmen, wann der Markt sich soweit erholt hat, dass das Vorkrisenniveau wieder erreicht wird. Realistisch ist der Ansatz, dass dies etwa 2024 sein wird. Langfristig wird der Markt der zivilen Luftfahrt nach wie vor ein Wachstumsmarkt sein.

Konsolidierung in der Luftfahrtindustrie
Unabhängig von der Covid-19-Krise ist seit geraumer Zeit eine Konsolidierung der Unternehmen in der Luftfahrtindustrie zu beobachten, die von der OEM-Ebene (s. Airbus / Bombardier C-Series) über die Systemlieferanten (Tier 1, s. Zukäufe von Raytheon und Rockwell Collins durch United Technologies (UTC), Übernahme von Zodiac durch die Safran Group) bis in die nachgelagerte Lieferkette (Tier 2 … Tier n, s. WeAre Group und NextTeam Group in Frankreich) stattfindet. Der Vorteil dieser Konsolidierung ist, dass starke und finanziell robustere Unternehmen entstehen, die einen breiteren Anteil der Wertschöpfungskette abdecken, Skalierungs- und Low-Cost-Effekte nutzen und die Fähigkeit haben, ihren Kunden auf dem Weg der Globalisierung zu folgen.

Vor allem auf internationaler Ebene, d.h. außerhalb Deutschlands, ist die Bereitschaft der Unternehmen zum Zusammenschluss sehr hoch. Verschiedene Studien zeigen übereinstimmend, dass die stark fragmentierte, vorwiegend klein- und mittelständisch geprägte Zulieferkette Deutschlands diesem Strukturwandel bisher nicht folgen konnte und dies zu einem schleichenden Verlust der internationalen Wettbewerbsfähigkeit geführt hat.

Unternehmen, die sich in der Rangstufe der Lieferkette verbessern wollen, müssen wachsen, um für ihre Kunden eine größere Bedeutung zu erlangen und das wichtige Kriterium „financial robustness“ zu erfüllen. Da dies durch organisches Wachstum kaum möglich ist, entsteht ein Konsolidierungsdruck. Unternehmen der nachgelagerten Lieferkette (Tier 2 … Tier n) müssen durch Kooperationen, JVs oder auch durch Verschmelzung mit großen Unternehmen der Luftfahrtbranche größere Einheiten bilden. SCS German Expert Team und Deutsche Mittelstandsfinanz haben sich zur Aufgabe gemacht, die Lieferanten der nachgelagerten Luftfahrtlieferkette darin zu unterstützen, die richtigen Partner für diese Zusammenschlüsse zu finden.

Mit unserer langjährigen Erfahrung und unseren Netzwerken in der Luftfahrtbranche sowie unserem Knowhow in den Bereichen Supply Chain Management, Restrukturierung, Corporate Finance, M&A haben wir das Vertrauen und den Zugang, sowohl zu den Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette als auch zu nationalen und internationalen strategischen und Finanzinvestoren.

Mit diesem Zugang und Erfahrungsportfolio können wir KMUs der Lieferkette helfen, die notwendigen strategischen Maßnahmen zu ergreifen und zukünftiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in den internationalen Märkten zu erreichen. Das kann von einer Neuausrichtung des Geschäftsmodells, Eingehen von Unternehmenskooperationen, Joint Ventures oder Unternehmenszukäufen als Add-on Akquisitionen, bis hin zur Aufnahme neuer Gesellschafter, Fusionen, Management Buyouts oder zum Verkauf des Unternehmens bzw. von Unternehmensbestandteilen reichen.

Unser Leistungsangebot zur Stabilisierung der Luftfahrtlieferkette bringt einen „added value“, sowohl für den OEM und seine Systemlieferanten als auch für die Unternehmen der nachgelagerten Lieferkette:

  • Analyse des Marktumfeldes von Unternehmen, Identifikation von Chancen, Risiken und Abhängigkeiten, Erarbeitung von Vorschlägen zur strategischen Ausrichtung, Restrukturierung und Partnerschaften, die einen Mehrwert erzeugen.
  • Erarbeitung von nationalen und grenzüberschreitenden Vorschlägen für Kooperationen und Zusammenschlüssen von Unternehmen und Start-ups mit der Zielsetzung, größere Betriebseinheiten zu bilden, die robuste und zuverlässige Partner mit der Fähigkeit sind, die globale Wachstumsstrategie ihrer Kunden zu unterstützen.
  • Beratung bei der Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital zur Finanzierung des Wachstums und zur Erschließung neuer Märkte, auch bei grenzüberschreitenden Transaktionen.
  • Beratung bei der Erweiterung des Gesellschafterkreises durch Identifizierung geeigneter strategischer Investoren oder Financial Sponsors, die langfristig die Neuausrichtung, das Wachstum oder die Internationalisierung des Unternehmens unterstützen können. Das kann beispielsweise durch Einwerbung von neuem Kapital, Einbringung von externem Knowhow, und/oder durch neue kommerzielle Anwendungen erfolgen.
  • Beratung bei Nachfolgeregelungen und Spin-off / Carve-out Situationen, beispielsweise durch Management Buyouts und Leveraged Buyouts.
  • Förderung von M&A- und Investment-Projekten zwischen deutschen und internationalen Unternehmen.
  • Förderung von Unternehmen bei der Internationalisierung ihrer Aktivitäten durch Bereitstellung von Eigen- als auch Fremdkapital.

Mit unserem Leistungsangebot unterstützen wir explizit deutsche, aber auch andere europäische Firmen (Startups, KMUs und gelistete Unternehmen), die ihre Aktivitäten in Europa und vice versa ausbauen möchten.

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Kontakt:

SCS German Expert Team:

• Dr. Michael W. Hopf, Managing Partner – E-Mail: m.hopf (at) scs-team.org – Mobil: +49 171 74 68 449

• Dipl.-Ing. Aziz Erdinc, Managing Partner – E-Mail: a.erdinc (at) scs-team.org – Mobil: +49 151 40 71 8480

• Dipl.-Ing. Norbert Schröder, Managing Partner – Email: n.schroeder (at) scs-team.org – Mobil: +49 176 56 28 76 88

Deutsche Mittelstandsfinanz GmbH:

• Dr. Patrick Schmidl, Managing Partner – E-Mail: patrick.schmidl (at) dmfin.com – Mobil: +49 178 921 1234

Michael Dirkes, Managing Partner – E-Mail: michael.dirkes (at) dmfin.com – Mobil: +49 172 730 4564

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SCS German Industrial Expert Team
Grüneburgweg 119
D-60323 Frankfurt am Main
www.scs-team.org

Deutsche Mittelstandsfinanz GmbH
Eysseneckstraße 4
D-60322 Frankfurt/Main
Tel.: +49 69 95421264
www.dmfin.com

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HINWEIS: In unserer Datenbank sind über 35.000 Transaktionen seit 2005 erfasst. Wir übernehmen gerne für Sie eine Recherche oder erwerben Sie doch einfach die komplette Datenliste als Excel-Tabelle. Weitere Informationen unter Transaktions-Datenbank.

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