Neuinvestment der S-UBG in Aachener Unternehmen HPL Technologies GmbH

  • Wegweisende Technologie für Automobilindustrie
  • WECODUR®: bis zu 90 Prozent weniger Feinstaubemissionen durch innovatives Schichtsystem für Bremsscheiben

Die S-UBG AG beteiligt sich gemeinsam mit dem Mitinvestor ITT Inc. an der HPL Technologies GmbH aus Aachen. Das Unternehmen hat eine innovative Technologie entwickelt, mit der eine Beschichtung von Bremsscheiben zur Verbesserung ihres ökologischen Fußabdrucks wirtschaftlich möglich wird. Die Automobilindustrie bewertet die neue Technologie als wegweisend, da sie von Bremssystemen verursachte Feinstaubemissionen minimiert, die Lebensdauer von Bremsscheiben verlängert, die Korrosionsbeständigkeit erhöht und gleichzeitig bisherige Verfahren kostenseitig deutlich unterbietet.

„Feinstaubemissionen von Nicht-Antriebsteilen in Fahrzeugen sind signifikant und werden zukünftig von der EU reguliert“, sagt Dr. Ansgar Schleicher, Vorstand der S-UBG AG. „HPL Technologies hat mit WECODUR® ein Verfahren entwickelt, das nicht nur eine extreme Reduzierung dieser Emissionen durch das Bremssystem, sondern auch wesentlich verschleißärmere Bremsscheiben ermöglicht, sodass im Lebenszyklus eines Fahrzeugs weniger Bremsscheiben benötigt werden. Wir freuen uns, eine solche Technologie, die den Status quo bezüglich Feinstaubemission und CO2-Ausstoß durch die Herstellung signifikant verbessert, mit unserem Investment unterstützen zu können.“

Bremssysteme sind Schlüssel zur Feinstaubreduzierung
Das WECODUR®-Beschichtungsverfahren von HPL Technologies ist speziell auf den Anwendungsfall der Bremsscheibe optimiert. So ist im Gegensatz zu herkömmlichen Maschinen zum Laserauftragsschweißen mit WECODUR® eine wirtschaftliche Serienproduktion und damit ein flächendeckender Einsatz möglich, da beispielsweise die Scheibe eines Kompaktfahrzeugs in nur 60 Sekunden fertig beschichtet und geschliffen werden kann. Gleichzeitig ermöglicht die Technologie eine geringere Mindestschichtdicke und reduziert damit Materialaufwand. Weitere Vorteile sind der geringere Energiebedarf und Wärmeeinfluss sowie die reduzierte Oberflächenrauheit. Das Schichtsystem kann auf jeder konventionellen Bremsscheibe aufgebracht werden und reduziert die Feinstaubemission im Fahrzeugbetrieb um bis zu 90 Prozent.

„Die Klimadebatte und der fortschreitende Gesundheitsschutz rücken die Bremsscheibe in den Fokus der Autoindustrie. Mit unserer Technologie können wir erstmals sowohl die Masse als auch die Feinstaubemissionen von Fahrzeugbremsen drastisch reduzieren“, sagt Gründer und Geschäftsführer Dr. Phillip Utsch.

Bereits 2020 hat HPL Technologies die weltweit erste Produktionslinie zur Laserbeschichtung und -veredelung von Bremsscheiben aufgebaut. Seitdem werden auf der Anlage Technologieentwicklungs- und Prototypenprojekte für die eigene Reibsystementwicklung an der Fahrzeugbremse sowie im Auftrag durch namhafte Automobilhersteller durchgeführt.

Erfahrenes Management Team
Gegründet wurde die HPL Technologies im Jahr 2018 als Spin-off auf dem RWTH Aachen Campus von Dr. Phillip Utsch und Prof. Johannes Henrich Schleifenbaum. Zusammen bilden sie mit ihren Mitarbeitern ein äußerst erfahrenes Team mit tiefem technologischem Know-how. „Dr. Utsch und Prof. Schleifenbaum stehen für geballte Kompetenz im Maschinenbau und sind anerkannte Spezialisten für die lasergestützte Hartstoffbeschichtung und das Schleifen von Bremsscheiben. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit diesem großartigen Team“, sagt Humberto Duarte, Prokurist der S-UBG AG.

Spitzenposition im Wachstumsmarkt sichern
Mit dem neugewonnenen Kapital will HPL Technologies seine Wachstumspläne realisieren. „Es zeichnet sich bereits eine große Nachfrage für unsere Technologie aus der Industrie ab“, so Utsch. „Mit Hilfe der S-UBG wollen wir unseren Vorsprung weiter ausbauen und eine signifikante Position im Wachstumsmarkt der Bremsscheibenbeschichtung einnehmen. Auch weitere Kundensegmente wollen wir erschließen, neben der Automobilindustrie sehen wir beispielsweise großes Potenzial im Bereich der Nutz- und Schienenfahrzeuge.“

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Über die S-UBG Gruppe:
Die S-UBG Gruppe, Aachen, ist seit über 30 Jahren der führende Partner bei der Bereitstellung   von Eigenkapital für etablierte mittelständische Unternehmen (S-UBG AG) und junge, technologieorientierte Startups (TechVision Fonds I) in den Wirtschaftsregionen Aachen, Krefeld und Mönchengladbach. Die S-UBG AG investiert in Wachstumsbranchen; eine hohe Qualität des Unternehmensmanagements ist für die Beteiligungsgesellschaft ein maßgebliches Investitionskriterium. 2020 wurde zusammen mit der NRW.BANK, den Sparkassen Aachen, Krefeld und Düren, der Kreissparkasse Heinsberg, der Stadtsparkasse Mönchengladbach, Nomainvest, der DSA Invest GmbH, Investoren aus der Dr. Babor Gruppe und weiteren Privatinvestoren der TechVision Fonds I für die Region Aachen, Krefeld & Mönchengladbach GmbH & Co. KG aufgelegt. Er stellt rund 40 Millionen Euro Startkapital für die Gründerszene in der Region bereit. Der TechVision Fonds I ist aus dem Seed Fonds III für die Region Aachen, Krefeld und Mönchengladbach hervorgegangen. Als Erweiterung des Seed Fonds III strebt der TechVision Fonds I nunmehr neben Seed-Investments auch die Teilnahme an nachfolgenden Finanzierungsrunden (Series A/B) der bestehenden Portfoliounternehmen an. Die S-UBG Gruppe ist derzeit an knapp 40 Unternehmen in der Region beteiligt und nimmt damit einen Spitzenplatz in der Sparkassen-Finanzgruppe ein. Weitere Informationen: www.s-ubg.de; www.tvf.vc